VIDEO: Kommunikation passiert, wenn es still wird

Martin Gsellmann ist der neue Leiter des Medienbüros der Ordensgemeinschaften. In diesem neuen Video stellt er sich vor, erklärt warum es das Medienbüro als Dreh- und Angelpunkt braucht, warum bestmögliche Kommunikation dann passiert, wenn es kurz still wird, wieso die Medienstelle Informationen nicht wie ein Trichter bündeln möchte und warum Ehrlichkeit auch bedeutet, sich Schwächen einzugestehen und dennoch nicht weniger Kraft zu haben, in dem, was man tut.

 

Der neue Leiter des Medienbüros stellt sich und die Aufgaben des Teams vor (c) magdalena schauer

Die Botschaft in transkribierter Form:

Ein Medienbüro braucht es, um als Schnittstelle zu fungieren, um das viele Wissen und die vielen Erfahrungen der Ordenswelt auszutauschen und gleichzeitig als Dreh- und Angelpunkt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
So wird es zur großen Ressource, weil die breiten Informationen hier zusammenlaufen. Das könnte man punktuell sehen, man sollte es aber als große Chance sehen, eine sehr breite Fläche abbilden zu können.

Das was wir wollen, ist umschrieben mit dem Slogan „einfach gemeinsam wach“. #Einfach, als  Kraft der Kommunikation, #gemeinsam, als verbindendes Element und #wach als das aufmerksame Begegnen der Gegenwart.

Ein Bild einer gelungenen Kommunikation ist, wenn man in ein Konzert geht und ein Orchester erwartet: Das Orchester stimmt sich ein, der Zuseher, die Zuhörerin sitzen bereits, die letzten SMS werden noch verarbeitet und dann passiert die bestmögliche Kommunikation- es ist kurz still.

Man stimmt sich also auf dieses Gemeinsame ein.

Ich glaube, das ist ein Rahmen, den man als gelungene Kommunikation bezeichnen kann: Es kann nicht unser Auftrag und Ziel sein, alle Kommunikation bei uns wie einen Trichter zu bündeln, vielmehr müssen wir uns wie eine Gießkanne verstehen, die versucht, die  Ordensgemeinschaften so gut zu bewässern und mit Wasser zu versorgen, dass sie auch für ihr Außen fließen können.

Ein wesentlicher Punkt in der Kommunikation, wir merken das immer, ist Ehrlichkeit. Wahrhaftig zu sein heißt auch, mit unseren Schwächen umzugehen. Mit den Umständen, dass wir nicht die Größe, die Bedeutung haben, die wir vielleicht historisch gehabt haben. Aber damit dennoch offen und ehrlich umzugehen und erkennen: Ja wir werden weniger, das heißt aber nicht, dass wir weniger zu erzählen hätten und auch nicht, dass wir weniger Kraft haben in dem was wir tun.

Ich möchte zeigen, dass wir Aufbrüche mit jedem kleinen Kommunikationsakt entzünden und entfachen können. Viele kleine Funken ergeben irgendwann ein Feuer und aus diesem Feuer wird vielleicht ein großes Signalfeuer werden. Es zeigt, dass wir als Ordensgemeinschaften zwar kleiner werden, aber noch viel zu sagen haben.

 

[mschauer]