Abt Columban Luser fordert höhere Gewichtung des Laien-Engagements

In der Ausgabe der Niederösterreichischen Nachrichten vom 11. September 2019 spricht Abt Columban Luser anlässlich seines 10-Jahre-Jubiläums als Abt des Benediktinerstifts Göttweig nicht nur über seine persönliche Zukunftspläne, sondern wagt auch einen Blick in die Zukunft der Kirche.

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(c) P. Pius Nemes

"Ich bin überzeugt davon, dass die Kirche morgen eine ganz andere als die heutige sein wird", meint Abt Columban Luser im NÖN-Interview. Und fordert eine höhere Gewichtung des Engagements von Laien als Träger des Evangeliums: "Ich denke, dass die 'Priester-Zentrierung' der Kirche aufs Gesamte gesehen nicht gut tut", sagt der Ordensmann.

Angesprochen auf sein Leben als Ordensmann, meinte Luser: "Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl. In einem klösterlichen Leben gibt es immer Tage, die von Freude geprägt sind, und Tage, an denen es einiges auszuhalten gibt. Insofern ist unser Leben im Kloster nicht anders als das Leben, wie es anderen Menschen auferlegt ist."

In zwei Jahren läuft seine Amtszeit aus, ob er auch weiterhin als Abt von Göttweig zur Verfügung stehen würde, lässt er noch offen. "Es steht dann sicherlich von meiner Seite, aber auch von der Gemeinschaft eine Entscheidung an. Das ist aber alles noch offen. Als Mönch habe ich es mir abgewöhnt, Pläne zu haben, die weiter reichen als morgen." Was auf alle Fälle geplant sei: In den zehn Jahren seiner Amtszeit sei ihm vor allem die Barrierefreiheit des Stiftes ein großes Ziel gewesen. Ab Frühling 2020 soll ein weiterer Schritt in diese Richtung umgesetzt sein.

[rsonnleitner]