weltkirche.tagung “Ernährungsgerechtigkeit” vom 20. bis 21. Juli 2018 in Lambach

Vom 20. bis 21. Juli 2018 findet die weltkirche.tagung (vormals Fachtagung Weltkirche) im Agrarbildungszentrum Lambach statt. Das heurige Thema lautet “Ernährungsgerechtigkeit. Auf dem Weg zur globalen Tischgemeinschaft”. Im Mittelpunkt stehen die Enzyklika “Laudato si” von Papst Franziskus und die Frage, wie eine notwendige ökologische Umkehr erzielt werden kann. Mitorganisator sind die Ordensgemeinschaften Österreich. (#weltkirche18)

“Die ökologische Umkehr, die gefordert ist, um eine Dynamik nachhaltiger Veränderung zu schaffen, ist eine gemeinschaftliche Umkehr“, schrieb Papst Franzikus in “Laudato si” (Nr. 219).
Die „weltkirche.tagung“ 2018 setzt ein weiteres Mal bei der Enzyklika „Laudato si`“ von Papst Franziskus an und will Schritte zum Engagement für die Schöpfung Gottes und Anstöße zur notwendigen ökologischen Umkehr aufzeigen.

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Ernährungsgerechtigkeit statt Hunger

Im Fokus steht auf der heurigen "weltkirche.tagung" der Wandel hin zu einer gerechteren Verteilung von Nahrungsmitteln. Dabei werden sich hochkarätige ReferentInnen gemeinsam mit den BesucherInnen in Vorträgen und Workshops mit Themen wie dem Hunger im globalen Süden, Kleinbauern, Klimawandel, Landgrabbing usw. auseinandersetzen. Denn Nahrung und Wandel haben auch eine zentrale theologische Dimension.

Die Vortragenden

Digna Irafay (Tansania)
Landrechte verteidigen - Ernährung sichern

Die junge Juristin Digna Irafay stammt aus Tansania und ist dort in Arusha am „Tanzania Natural Resource Forum“ tätig, einem Projektpartner von Welthaus Graz und Dreikönigsaktion. Durch diese Organisation erhalten Dorfbewohner Rechtsbeistand und Weiterbildungen, damit sie ihre Landrechte verteidigen und ihre Ernährung sichern können. Denn das wird im Kontext des Klimawandels, von Landgrabbing und von gesellschaftlichen Umwälzungen immer schwieriger. Digna Irafay wird die Situation der betroffenen Dorfbevölkerung vor Ort schildern, über agrarbasierte Landinvestitionen sprechen sowie von den Interessen und Praktiken der großen ausländischen Landinvestoren und Investorinnen. Sie ist überzeugt: Der Kampf für Landrechte ist Voraussetzung dafür, Ernährung zu sichern.

Diakon Martin Mayr (Brasilien)
Ernährung gründet auf Rechten - und nicht auf Geschäften

Der aus Windischgarsten stammende Entwicklungshelfer Martin Mayr (57) lebt und arbeitet seit 1991 in der nordwestbrasilianischen Diözese Barreiras. Im Naturraum „Cerrado“, wo das Agrobusiness heftig expandiert, sammeln sich die Gewinne aus der monokulturellen Bewirtschaftung auf wenigen Konten. Die Folgen der hohen Landkonzentration, der riesigflächigen Abholzungen und des enormen Wasserverbrauchs müssen von der Gesamtbevölkerung getragen werden. Besonders leidvoll werden indigene Gemeinschaften und eingesessene Kleinbauernfamilien getroffen. Ihnen unter die Arme zu greifen und die natürlichen Ressourcen des „Cerrado“ zu schützen, ist das Anliegen der Entwicklungsorganisation „10envolvimento“.

Markus Büker (Deutschland)
Jeder Mensch hat ein Recht auf gutes Essen

Der 1965 geborene Theologe Dr. Markus Büker ist seit den 1990er Jahren in der Bildungs- und Solidaritätsarbeit zu Fragen weltweiter Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit tätig. Von 2004 bis 2012 engagierte er sich in Bogotá (Kolumbien) in ökumenischer Friedensarbeit und Begleitung christlicher Basisprozesse. Seit 2012 bei Misereor (Aachen), arbeitet er zu Theologischen Grundfragen und in der Stabsstelle der Geschäftsführung. In seinem Beitrag geht es um die Ursachen des Hungers in der Welt, um die Antwortversuche der Solidaritätsbewegungen und der Staatengemeinschaft, sowie um den sich vielfach verändernden Blick auf „Entwicklung“. In seiner Enzyklika „Laudato si“ skizziert Papst Franziskus, wie Ernährungsfragen nicht zu trennen sind vom menschlichen Umgang mit Boden, Luft, Wasser, Wäldern sowie von Ursachen und Folgen des Klimawandels. Ernährung für alle ist nur möglich, wenn über Kontinente hinweg jeder Staat und jeder Mensch seine Verantwortung wahrnimmt. Franziskus plädiert für eine „ökologische Umkehr“, zu der christlicher Glaube beitragen kann.

Veranstaltet wird die "weltkirche.tagung" 2018 vom Missionsreferat der Ordensgemeinschaften Österreich, von der KOO und der MIVA in Zusammenarbeit mit Hilfswerken und einzelnen Ordensgemeinschaften.

Tagungsort:
ABZ (Agrarbildungszentrum) Lambach,
An der Traun 1, 4650 Lambach
– direkt unterhalb des Stiftes am Traunufer.

Tagungsbeginn
Freitag, 20. Juli 2018, 11:00 Uhr
Registrierung ab 9.00 Uhr

Tagungsende:
Samstag, 21. Juli 2018, 15:00 Uhr (NEU!)

Tagungsbeitrag: inkl. Verpflegung € 85,00
Nächtigung: mit Frühstück € 35,00

Rahmenprogramm
FR Begegnungsabend im ChristophorusHaus der MIVA, Stadl-Paura
SO 10:00 Uhr Festgottesdienst im ChristophorusHaus mit Diözesan- und MIVA-Bischof Dr. Manfred Scheuer
Anschließend allgemeine Fahrzeugsegnung und Kinderfahrzeugsegnung

Kontakt
* Pater Franz Helm SVD Tel. 0664 913 1854 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
* Anja Appel Tel. 01 3170321 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
* Birgit Gruber (für Organisatorisches) Tel. 07245 / 28945-44 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

[rsonnleitner]