Sr. Mayrhofer im Kurier-Interview: Fußball ist Schule des Friedens

2014 06 21 kurier 120In der Samstag-Ausgabe des Kurier vom 21.6.2014 spricht Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, zur aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Die WM sei zwar "eine Schule des Friedens", gleichzeitig aber auch ein skrupelloses "Millionengeschäft, wo Menschenhandel betrieben wird".

Beim Fußballspiel könne man die Notwendigkeit des Trainings, "Fair Play" und den Respekt unter Gegnern lernen, sagte die fußballbegeisterte Ordensfrau. Der Sport verlange "eine ungeheure Kombination von Schnelligkeit, Fertigkeit und Teamgeist" und erlaube keinen Egoismus. "Niemand gewinnt alleine - weder am Fußballplatz noch im Leben!", sagte Mayrhofer. "Wenn wir in der Gesellschaft Einzelgänger sind, dann leidet die gesamte Gesellschaft darunter."

2014 06 21 kurier 250Schattenseiten Prostitution und Kinderarbeit

Doch wo Licht ist, sei auch Schatten. Sr. Mayrhofer: "Es geht nicht, dass Menschen auf den Baustellen der WM-Stadien wie Sklaven ausgebeutet werden. Als Frau und Christin muss ich auch erwähnen, dass jedes sportliche Sportereignis zu einem massiven Anstieg der Prostitution führt. Frauen werden bei diesen Events sehr bewusst zur Verfügung gestellt. Ein weiterer negativer Aspekt ist die Sorge um die Kinder. Talentescouts sind in den Armenvierteln unterwegs und holen Kinder und die gesamte Familie aus ihren armen Lebensverhältnissen heraus. Manche kaufen die Kinder auch ab. Aber wenn sich das Kind dann verletzt oder nicht den Erwartungen entspricht, wird es wieder nach Hause geschickt. [..] Das ist für mich Kinderhandel und -arbeit."

Das ganze Interview lesen Sie hier.

[rs]