Mediensprecher Ferdinand Kaineder ist "Ganz Ohr"

2014 04 11 ganzohr 120Zehn Tage lang ist Ferdinand Kaineder, Leiter des Medienbüros der Ordensgemeinschaften Österreich, per Öffis und vor allem per Pedes unterwegs. Seine Reise führt bis Ostersonntag quer durch die österreichische Ordenslandschaft. Zum JAHR DER ORDEN 2015 möchte Kaineder hinhören, hineinhören und herumhören, kurz "Ganz Ohr" sein. Doch wer will, dessen Ohren können auch Augen machen, denn mit Video-Selfies auf YouTube und einem Blog dokumentiert er seinen Weg.

2015 wird auf Initiative von Papst Franziskus als das JAHR DER ORDEN begangen. Das „geweihte Leben“ soll als Lebenskonzept in den gesellschaftlichen Kontext gestellt werden. Ferdinand Kaineders Rucksack ist dazu prall gefüllt mit Fragen, Anregungen und Ideen. Jetzt trägt er diesen Rucksack ins Land hinein zu denjenigen, die das geweihte Leben täglich wortwörtlich mit Leben erfüllen: den heimischen Ordensfrauen und Ordensmännern.

2014 04 11 ganzohr 250Vier Fragen – unzählige Antworten

Kaineders Tour führt von Graz, Wien, Eggenburg, Altenburg, Zwettl, St. Pölten, Salzburg, Lofer, Wernberg bis nach Wilhering. Die Begegnungen mit den Ordensleuten sind nicht terminisiert; Kaineders Besuch erfolgt überraschend – und sind genau deswegen authentisch. Konstante jedes Dialogs sind vier Fragen, die er seinen Gesprächspartnerinnen und –partner stellt und die er mit seinem Smartphone aufzeichnet:

1. Wo begegnet dir Mitte?

2. Wo begegnet dir Rand?

3. Wo spürst, erlebst du das Charisma der Gründerin, des Gründers heute?

4. Wo siehst du deine Gemeinschaft in 25 Jahren?

Die Zugänge und Antworten veröffentlicht Ferdinand Kaineder unter YouTube. Seine Reisebeschreibungen finden sich unter www.kaineder.at.

Erste Station Graz

Die erste Station auf seiner „Ganz Ohr“ Tour führte Kaineder nach Graz, wo er Zwischenstopp in der Franziskanerkirche machte und mit dem Guardian P. Willibald ins Gespräch kam. Während P. Willibald im JAHR DER ORDEN die Chance sieht, „die mystisch-liebende Sicht als Braut Christi hervorzukehren”, empfindet es Frater Paulus von den Barmherzigen Brüdern nicht „nur als ein Jahr, sondern eine Lebensaufgabe: Da sein für den nächsten im eigenen Charisma.”

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Ferdinand Kaineders nächster Halt ist bei Pfarrer Pucher, Gründer der VinziWerke. Er verbindet mit dem JAHR DER ORDEN einen Neuanfang: „Wir sollten alles lassen und neu anfangen. Diese Idee ist nicht einfach. Die Geschichte zeigt aber, dass Abspaltungen genau das getan haben.“ In eine ähnliche Richtung denkt auch Sr. Ruth von den Grazer Schulschwestern: “Ich würde zu neuen Schwestern sagen: "Kommt und macht. Unter dem Dach einer Ordensgemeinschaft lässt sich viel verwirklichen. Es ist Platz für wirklich Neues. Wir werden lernen, damit zu leben.”

Die ganzen Gespräche finden Sie hier.

[rs]