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Geistliche Familie "Das Werk" gedenkt ihrer Gründerin

Die geistliche Familie "Das Werk" gedenkt am 29. August 2022 den 25. Todestag ihrer Gründerin Mutter Julia Verhaege. Ihre Beharrlichkeit, ihr visionärer Weitblick und religiöser Tiefgang waren es, die zur Gründung einer neuen Form gottgeweihten Lebens führten.

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Die geistliche Familie "Das Werk" ist im Kloster Thalbach in Bregenz beheimatet. (c) FSO

Mutter Julia Verhaege (1910 – 1997) war eine Visionärin: Sie träumte gottgeweihtes Leben neu. "Arm, gehorsam und ehelos sollten ihre Schwestern leben, aber das alles ohne Klostermauern, ohne eine Ordenstracht und absolut flexibel. Nicht weil es gerade moderner anmutete, sondern weil sie von Gott diesen Auftrag für die Zeit empfangen hatte, spornte sie die Schwestern zu diesem Lebensstil an", berichtet Sr. Renate Hämmerle FSO von der geistlichen Familie "Das Werk" über ihre Gründerin. 

Dieser neue Lebensstil, der zuerst in kirchlichen als auch weltlichen Kreisen misstrausisch beäugt wurde, ist 2001 durch Papst Johannes Paul II. als "Familie des geweihten Lebens" anerkannt worden. Am 29. August jährt sich nun der Todestag von Mutter Julia zum 25. mal. Am Sonntag, 28. August feiert die Gemeinschaft im Kloster Thalbach eine Gedenkmesse in der Pfarrkirche St. Gallus in Bregenz, der Bischof em. Philip Boyce OCD vorsteht. 

Zur Person von Mutter Julia

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Mutter Julia Verhaege gründete die Gemeinschaft 1938. Sie gilt als Visionärin. (c) FSO

Julia Verhaege wurde am 11. November 1910 in Geluwe, Belgien als achtes von elf Kindern geboren. Bereits als Kind war sie von der Eucharistie fasziniert: „Der eucharistische Herr hat mich ergriffen, begleitet und mit seiner heiligen Nähe genährt“, wusste sie noch Jahre später zu berichten. Sie begann, trotz harter täglicher Arbeit, täglich die Messe zu besuchen. 1929 brach sie sich bei einem Sturz zwei Rippen. Die Verletzung heilte nie ganz aus und führte immer wieder zu Schmerzen. 

Gründung 1938

Als offizieller Gründungstag für "Das Werk" gilt der 18. Januar 1938, als der geistlicher Begleiter von Mutter Julia, Cyrill Hillewaere, ebenfalls den Ruf verspürte und sich ihrer Idee anschloss. Bald folgten weitere Mitglieder: 1947 entwickelte sich das erste Gemeinschaftsleben der Schwestern mit Mutter Julia. Die erste Niederlassung außerhalb von Belgien entstand 1964 in Innsbruck, 1983 übernahm "Das Werk" das Kloster Thalbach in Bregenz. Weitere Niederlassungen in Deutschland, Ungarn und Italien folgten. 

In den 1970er Jahren entwickelten sich dann neue Formen der Mitgliedschaft: Diözesanpriester, Familien, Witwen, Alleinstehende schlossen sich an und bilden bis heute die geistliche Familie "Das Werk". Sr. Renate: "Jede und jeder schöpft aus der paulinischen Spiritualität des Werkes, je nach Lebensstand. Und so kann „Das Werk“ tatsächlich Kirche im Kleinen sein, die als Familie Gottes gewollt und berufen ist."

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Im Kloster Thalbach in Bregenz ist Mutter Julia begraben. (c) FSO

Letzte Ruhestätte in Bregenz

Am 29. August 1997 starb Mutter Julia Verhaege und wird in der Klosterkirche Thalbach in Bregenz begraben.  Auf ihrem Grabstein ist zu lesen: 

Gottes barmherzige und gerechte Liebe

sucht euch, wacht über euch, wartet auf euch.

Geht zu ihr in der heiligen Eucharistie!

Kloster Thalbach

Bis heute ist das Kloster Thalbach das Zentrum des Wirkens von "Das Werk" in Österreich und international bekannt. 

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Schwestern der Gemeinschaft vom Kloster Thalbach. (c) FSO

 "Um gut in die Zukunft zu wachsen, braucht es immer auch Rückbesinnung auf die Wurzeln der Gemeinschaft und auf das, was Mutter Julia uns weitergegeben hat. Dieses Jubiläum hilft mir, wieder bewusst auf das Leben von ihr zu schauen und meine Berufung mit neuer Leidenschaft zu leben", beschreibt Sr. Renate Hämmerle das Jubiläum.

"Mutter Julia pflegte ihr Leben lang eine tiefe Freundschaft mit Jesus in der Eucharistie. Und genau das ist es, was sie ihren geistlichen Söhnen und Töchtern immer und immer mit auf den Weg gab und gibt: Geht zu Jesus, gebt eurem Leben einen Fokus, seid Menschen mit Mitte!"


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[elisabeth mayr] 

 

 

 

 

 

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