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Neu ab 2022: Kinderpsychiatrie am Standort Grieskirchen

Im Oktober hat die zweite Bauetappe am Standort Grieskirchen zur Errichtung einer eigenen Psychiatrie für Kinder und Jugendliche begonnen. Gleichzeitig wird auch die Psychosomatik für Säuglinge, Kinder und Jugendliche erweitert. Beide Bereiche werden zukünftig gemeinsam in einer Abteilung unter Leitung von Prim. Dr. Adrian Kamper geführt.

Mag. Dietbert Timmerer, Geschäftsführer Klinikum Wels‐Grieskirchen (c) Klinikum Wels-GrieskirchenMag. Dietbert Timmerer, Geschäftsführer Klinikum Wels‐Grieskirchen (c) Klinikum Wels-Grieskirchen

Die allgemeine Kinderabteilung wird am Standort Wels zentriert. Die kinderfachärztliche Versorgung der Neugeborenen auf der Geburtenstation in Grieskirchen ist selbstverständlich weiterhin gesichert. „Der Umbau wird planmäßig im Dezember 2021 abgeschlossen. Im Jänner 2022 wird die neue Abteilung für Kinder‐ und Jugendpsychiatrie und Psychotherapeutische Medizin in Betrieb gehen“, berichtet Klinikum‐Geschäftsführer Dietbert Timmerer. „Mit dem Angebot einer eigenen Psychiatrie für Kinder und Jugendliche kommen wir einem in letzter Zeit stark gewachsenem Bedarf entgegen“, so Timmerer weiter. Entsprechend dem Regionalen Strukturplan Gesundheit sind für die neue Psychiatrie zwölf Betten und fünf ambulante Betreuungsplätze vorgesehen.

PSO in Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie integriert

In die neu etablierte Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapeutische Medizin wird das bestehende Department für Psychosomatik für Säuglinge, Kinder und Jugendliche integriert und die Bettenanzahl von zwölf auf 15 Betten erhöht. Parallel dazu erfolgt eine bauliche Erweiterung der Heilstättenschule. Erfreut über die Erweiterung des Angebots an psychosomatischer und psychiatrischer medizinischer Versorgung zeigt sich auch Adrian Kamper, der mit seinem Team am Department für Psychosomatik für Kinder und Jugendliche junge Patienten mit psychischen Belastungen betreut. „Bereits seit dem ersten Lockdown verzeichnen wir eine deutliche Zunahme psychischer Langzeitfolgen. Wir erleben Jugendliche, die unter der Situation massiv leiden und mit einer Vielzahl an Ängsten konfrontiert sind“, berichtet Kamper. „Perspektivenverlust, Erschöpfungsgefühle, depressive Symptome sowie verstärkt wahrgenommene körperliche Schmerzen sind die Folge.“ Immer mehr junge Patienten mit ausgeprägten Formen von Essstörungen wie Magersucht oder Binge Eating benötigen eine stationäre Betreuung.

Prim. Dr. Adrian Kamper, Leiter des Departments für Psychosomatik für Säuglinge, Kinder und Jugendliche (c) Klinikum Wels-Grieskirchen

Prim. Dr. Adrian Kamper, Leiter des Departments für Psychosomatik für Säuglinge, Kinder und Jugendliche (c) Klinikum Wels-Grieskirchen

Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Standort Wels zentriert

Die ambulante und stationäre pädiatrische (also klassische kinderärztliche) Versorgung im regionalen Einzugsgebiet erfolgt ab November 2021 am Standort Wels. Diese Schwerpunktbündelung macht vor allem hinsichtlich Personalressourcen Sinn. „Die bisher fünf dafür vorgehaltenen Betten am Standort Grieskirchen waren in letzter Zeit kaum belegt. Früher wurden im Schnitt ein bis zwei junge Patienten stationär betreut, während der Corona-Pandemie waren es noch weniger,“ so Walter Bonfig, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Klinikum Wels-Grieskirchen. Die kinderfachärztliche Versorgung der Neugeborenen am Standort Grieskirchen bleibt weiterhin aufrecht. Die Geburtshilfe stellt einen wesentlichen Schwerpunkt am Standort Grieskirchen dar. Wir verzeichnen jährlich mehr als 600 Geburten, konkret waren es im Jahr 2020 626 Geburten. Bei allen Kindern ist auch wie bisher die Behandlung von kleineren Verletzungen (z.B. Wundversorgung, Reposition und Gipsruhigstellung von Knochenbrüchen) in der Unfallambulanz am Standort Grieskirchen täglich bis 19:00 Uhr möglich.

Prim. Prof. Dr. Walter Bonfig, Leiter der Abteilung für Kinder‐ und Jugendheilkunde am Klinikum Wels‐Grieskirchen (c) Klinikum Wels-Grieskirchen

 Prim. Prof. Dr. Walter Bonfig, Leiter der Abteilung für Kinder‐ und Jugendheilkunde am Klinikum Wels‐Grieskirchen (c) Klinikum Wels-Grieskirchen

Operationen bei Jugendlichen ab 12 Jahren

Bei Jugendlichen ab Vollendung des 12. Lebensjahres können zudem weiterhin kleine operative Eingriffe (z.B. Blinddarm-OP, Hernien-OP, Operative Versorgung von Knochenbrüchen, Arthroskopie von Gelenken, Metallentfernung, etc.) zu den auch für Erwachsene geltenden Betriebszeiten am Standort Grieskirchen durchgeführt werden.


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