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Österreichische Ordensspitäler ziehen drei Lehren aus Corona-Pandemie

Die Österreichischen Ordensspitäler haben nach 18 Monaten Covid-19 drei Lehren gezogen, damit das Land und seine Bevölkerung weiterhin gut und gesund durch die Pandemie kommen. Oberste Priorität hat dabei die Impfung, umso dringlicher der Apell an alle, sich bitte impfen zu lassen!

Direktor Adolf Inzinger, aktuell Vorsitzender der ARGE der österreichischen Ordensspitäler, ruft dazu auf, sich impfen zu lassen, abgestufte Versorgungskonzepte für Covid-Patienten in unterschiedlichen Phasen der Pandemie einzurichten und ermutigt die Bevölkerung, anstehende Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen unbedingt in Anspruch zu nehmen.  (c) Ordensspitäler |  Fotodownload  „In der Covid-Pandemie haben die insgesamt 23 österreichischen Ordensspitäler bewiesen: Jedes christliche Krankenhaus ist ein wichtiger und verlässlicher Baustein der medizinischen Versorgung in den Regionen ÖsterreichsDirektor Adolf Inzinger, Vorsitzender der ARGE der österreichischen Ordensspitäler, ruft die Bevölkerung dazu auf, sich impfen zu lassen sowie Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.  (c) Ordensspitäler |  Fotodownload

In der Covid-Pandemie haben die insgesamt 23 österreichischen Ordensspitäler bewiesen: Jedes christliche Krankenhaus ist ein wichtiger und verlässlicher Baustein der medizinischen Versorgung in den Regionen Österreichs. Mit über 7.800 Betten leisten sie einen wichtigen Beitrag, um die akut- bzw. intensivmedizinische Versorgung sicherzustellen. 

Die Pandemie hat die gesamte Versorgungskette und auch die Gesundheitspolitik auf Bundes- und Landesebene massiv gefordert. In den intensiven Phasen der Bewältigung der Infektionswelle war es wichtig, dass auch jedes Ordenskrankenhaus in die Versorgungsplanung einbezogen wurde und seinen Beitrag leistete“, so Adolf Inzinger, aktuell der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Ordensspitäler.

„Für die gesamte Struktur war es wesentlich, laufend abzuwägen, was gut gelaufen ist und wo Verbesserungspotenzial besteht. Es war wichtig, schnell zu lernen und umzusetzen, wie man einer solchen Pandemie wirkungsvoll begegnen kann.“

Ordensspitäler Österreich C Petra RainerDie 23 Ordensspitäler Österreichs sind verlässliche Partner in der Covid-Pandemie. (c) Petra Rainer

Drei Erfahrungswerte aus den letzten 18 Monaten

Mit dem Herbst, fallenden Temperaturen und damit mehr Zeit in geschlossenen Räumen steigen nun auch die Infektionszahlen wieder an. Für Direktor Inzinger gibt es in dieser Phase und aus der Erfahrung der vergangenen 18 Monate zumindest drei zentrale Faktoren, die es zu bearbeiten gilt, um einerseits die Pandemie einzudämmen und andererseits unter den Pandemiebedingungen eine umfassende Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten:

1. Bitte lassen Sie sich impfen!

Erstens: „Lassen Sie sich bitte impfen! Nach den millionenfachen Verabreichungen der Covid-Impfung ist die Sicherheit und die hohe Wirksamkeit der Impfstoffe vielfach wissenschaftlich belegt. Die Covid-Impfung ist die einzige Möglichkeit, um möglichst viele Menschen vor den massiven Folgen einer Corona-Infektion schützen zu können. Niemand will auf einer Intensivstation um sein Leben kämpfen oder monatelang um Luft ringen müssen, weil das Long-Covid-Syndrom die Lungen befallen hat. Nicht immer muss der Staat alles verordnen oder verpflichten – jede und jeder Einzelne kann sich sofort impfen lassen und dazu möchten wir mit aller Kraft aufrufen!“

2. Versorgungskonzepte der Spitäler den Pandemiephasen anpassen

Zweitens: „Abgestufte Versorgungskonzepte für Covid-Patienten in unterschiedlichen Phasen der Pandemie! Wir haben gelernt, dass es nicht zielführend ist, wenn jedes Krankenhaus Kapazitäten für die Covid-Versorgung in jeder Phase der Pandemie vorhält, die dann nicht ausgelastet werden. Die in den Bundesländern eingerichteten Krisenstäbe, in denen Vertreter der Ordenskrankenhäuser ebenfalls ihren Beitrag leisten, haben hier viel dazugelernt und geleistet, um derartig abgestufte Versorgungskonzepte für Covid-Patienten zu entwickeln und damit die Versorgungsleistung der Krankenhäuser in der Pandemiezeit wesentlich verbessert.

3. Keine Kontroll- oder Vorsorgeuntersuchungen ausfallen lassen

Drittens: „Ermutigung der Bevölkerung anstehende Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen trotz Pandemie in Anspruch zu nehmen! Wir haben in den vergangenen Monaten gesehen, dass viele notwendige Vorsorgeuntersuchungen, Therapien, Eingriffe und Behandlungen entweder zu lange aufgeschoben oder gar nicht gemacht wurden. Viele Menschen haben dadurch massive, zum Teil nicht wieder gut zu machende gesundheitliche Schäden davongetragen – hier gilt es einerseits intensive Aufklärungsarbeit zu leisten und andererseits neue Techniken vermehrt einzusetzen, um den Zugang der Bevölkerung zu Gesundheitsleistungen in der Pandemie zu erleichtern – hier seien die digitalen Möglichkeiten wie z.B. die digitale Terminvereinbarung, digitale Ambulanzbesuche usw. angesprochen!“

Alle helfen zusammen

„Vieles weitere hat uns die Pandemie gelehrt, aber ganz besonders wird uns vor Augen geführt, wie wichtig ein geordnetes Zusammenwirken aller Beteiligten, unter derartigen Bedingungen, in einem Gesundheitssystem ist. Die Ordensspitäler in Österreich leisten nicht zuletzt durch ihren Einsatz in der Pandemie einen wesentlichen Teil zum Funktionieren dieses Gesundheitssystems auch in Ausnahmesituationen“, so der Vorsitzende der Ordensspitäler Österreich abschließend.


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[renate magerl]

 

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