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Franziskanerkloster Güssing: Ausstellung zeigt wertvolle alte Bücher

Bis 17. Oktober ist die Ausstellung „Aufblättern“ im Refektorium des Franziskanerklosters Güssing zu sehen. Highlight der Schau „Aufblättern“ ist das um 1230 verfasste Messbuch „Missale Zagrebiense“.

Bei der Schau werden „Schätze aus der einzigartigen Bibliothek“ gezeigt, wie das Kloster in einer Aussendung hinwies. Darunter das älteste Objekt der Klosterbibliothek, das 900 Jahre alte Messbuch „Missale Zagrebiense“, verfasst um das Jahr 1230. Franziskanerpater Anton Bruck sprach von einer „populärwissenschaftlichen Ausstellung“, bei der insgesamt zehn Bücherstationen besucht werden können - etwa „Heilige Schrift“, „Musik“, „Historisches“ oder „Natur & Wissenschaft“. Ein Großteil der Bücher befasse sich mit theologischen Themen.

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Die Ausstellung „Aufblättern“ ist bis 17. Oktober 2021 von Dienstag bis Sonntag im Refektorium des Franziskanerklosters Güssing zu sehen.

Buch-Patenschaft

Die Bücherei beherbergt knapp 5.000 Bücher, darunter rund 1.500 katholische Schriftwerke. Die meisten davon stammen aus dem 13. bis 17. Jahrhundert. „Wir möchten der Bevölkerung in Erinnerung rufen, welche Schätze sich hier befinden“, betonte Ausstellungsgestalter Heinz Ebner. Interessierte können im Rahmen der Ausstellung auch eine Buch-Patenschaft abschließen. Mit einem frei gewählten Beitrag könne man damit beim Erhalt und der Restaurierung einzelner Bücher mithelfen, die Unterstützung werde im jeweiligen Werk vermerkt.

Seit 1638 in Güssing

Die Entstehung der Bibliothek im Franziskanerkloster ist eng mit der Geschichte der Familie Batthyany verbunden. Im 16. Jahrhundert übergab der ungarische König Ludwig II. die Burg und Herrschaft Güssing an Franz I. Batthyány. Später förderte der protestantische Balthasar III. Batthyány mit der Einladung von Gelehrten Wissenschaft und Kunst an seinem Hof und erwarb viele Bücher. Adam I. Batthyány führte nach seinem Übertritt zum Katholizismus eine Revision der ererbten Bibliothek durch und übergab die Werke der nicht-katholischen Autoren den Franziskanern, die er 1638 nach Güssing berufen hatte.

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Die Eröffnung der Ausstellung „Aufblättern“ im Franziskanerkloster Güssing im Burgenland.
Nie zuvor und vermutlich lange nicht mehr werden BesucherInnen viele der wertvollen Bücher im Original und sehr nahe betrachten können. (C) Pöschlmayer 

100 Jahre Burgenland

Anlässlich „100 Jahre Burgenland" wurde zur Geschichte und Dokumentation der Klosterbibliothek ein Festband herausgegeben. Unter dem Titel „Bewahrte Geistigkeit und Kulturerbe von drei Nationen“ dokumentierte Pater Anton Bruck gemeinsam mit Bibliotheks-Wissenschaftlerin aus Ungarn das historische Erbe der Bücher.

Ausstellungshinweis

Die Ausstellung „Aufblättern“ findet von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.00 Uhr statt, Franziskanerkloster Güssing, Franziskanerplatz 1

Quelle: kathpress


Weiterlesen:

Ausstellung anlässlich 100 Jahre Burgenland

Mehr Infos zur Ausstellung

 

[renate magerl]

 

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