weltkirche.tagung 2021

Für ein neues WIR – Auf dem Sprung zu einer neuen Lebensweise

 

weltkirche.tagung am 3. Juli 2021 9:30-16:30 Uhr via Zoom

 

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Die Probleme sind klar, wir sehen sie seit Jahren vor uns und die noch immer aktuelle Corona Pandemie wirkt wie ein Brennglas auf Ungleichheiten, Unterdrückung und verschiedene multiplen Krisen. Wir wollen unseren Blick vor allem darauf lenken, welche neuen Oasen inmitten der Krise wachsen und wie wir davon lernen können.

 

Das Programm

 

VORMITTAG:

Einführung mit
Bischof Werner Freistetter

Stefan Silber
Bekehrung zu einem anderen Wir. Befreiungstheologische Anfragen an eine neue Lebensweise

Sr. Anne Beatrice Faye
Afrika beginnt eine 7-jährige Reise in Richtung integraler Ökologie

Selbst aktiv werden:

Chiara Martinelli
Einblicke in die Laudato Si‘ Action Plattform

 

NACHMITTAG:

Sr. Birgit Weiler
Amazoniensynode – Vor welchen Herausforderungen steht die Umsetzung angesichts von Coronakrise und drohendem ökologischen Kollaps?

 

Workshops: U.a. mit

 

Gemeinsame Andacht

 

ReferentInnen:

  • Prof. Dr. Stefan Silber (Deutschland)
    lehrt Systematische Theologie an der Kath. Hochschule NRW in Paderborn und koordiniert die deutschsprachige Plattform „Theologie der Befreiung“. Von 1997 bis 2002 lebte und arbeitete er mit seiner Familie in der Diözese Potosí in Bolivien.

    In dem Einführungsvortrag werden aus europäisch-befreiungstheologischer Sicht pointiert Herausforderungen benannt, die sich auf dem Weg zu einem „neuen Wir“ stellen. Zudem wird der Blick dafür geschärft, wie der „Sprung zu einer neuen Lebensweise“ im Kontext multipler Krisen, vielleicht schon da oder dort am Geschehen ist - durch Widerstandsbewegungen, Neuaufbrüche und gelebte Transformation

  • Sr. Anne Beatrice Faye (Senegal)
    ist Philosophin und Theologin im Senegal und seit 2008 ist sie in der Leitung des Generalats ihres Ordens in Rom tätig. Sie setzt sich vor allem mit Genderfragen in Afrika im Zusammenhang mit Entwicklungsthemen auseinander.

    “Alle können wir als Werkzeuge Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus.“ Papst Franziskus, (LS, 14)

    Die Enzyklika kann in der Tat den moralischen und spirituellen Kompass liefern, der für die Reise zu einer fürsorglichen, inklusiveren, friedlichen und nachhaltigen Welt notwendig ist. Wir haben in der Tat eine einzigartige Gelegenheit, die gegenwärtigen Klagen und Arbeit in Geburtswehen zu verwandeln, die eine neue Art des Zusammenlebens hervorbringen, verbunden in Liebe, Mitgefühl und Solidarität, und eine harmonischere Beziehung zur Natur, unserem gemeinsamen Haus. COVID-19 hat deutlich und wahrhaftig gezeigt, wie sehr wir alle miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Während wir uns eine Welt nach COVID vorstellen, brauchen wir vor allem einen ganzheitlichen Ansatz, da „alles eng aufeinander bezogen ist und die aktuellen Probleme eine Perspektive erfordern, die alle Aspekte der weltweiten Krise berücksichtigt, (LS, 137)

  • Sr. Birgit Weiler(Peru)
    die 1958 geborene Duisburgerin trat 1978 in die Ordensgemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern ein. Nach dem Studium der Theologie ging Sr. Birgit nach Peru, wo sie Professorin für Dogmatik an der Päpstlichen Katholischen Universität Perus ist.

    Seit 2020 ist sie Mitglied der theologischen Beratungsgruppe des Lateinamerikanischen Bischofsrates (CELAM) sowie der Kommission für die Inhalte der Ersten Kirchlichen Versammlung Lateineinamerikas und der Karibik, die im November 2021 stattfinden wird sowie des damit verbundenen Prozesses des Zuhörens und Beratens (“Proceso de Escucha”). Sie ist zudem in der Arbeitsgruppe “Frauen in Amazonien: Theologie und Spiritualität” sowie in der ökumenischen Arbeitsgruppe zu Amazonien und ganzheitliche Ökologie des Kirchlichen Panamazonischen Netzwerks (REPAM) tätig.

    In ihrem Vortrag wird Sr. Birgit die Herausforderungen aufzeigen, die sich angesichts der Corona-Krise und der weiterhin aggressiv vorangetriebenen Ausbeutung des Regenwaldes für die Umsetzung der Beschlüsse der Amazoniensynode stellen. Dabei wird sie Zusammenhänge zwischen der drohenden Zerstörung des Regenwaldes, dieses einzigartigen Ökosystems und der Gefahr der Ausbreitung weiterer gefährlicher Viren beschreiben sowie über die Konsequenzen, die sich im Einsatz für eine ganzheitliche Ökologie daraus ergeben, reflektieren. In diesem Kontext wird sie auch von den widerständigen und Hoffnung stiftenden Initiativen berichten und darlegen, wie notwendig der Weg zu einem “neuen Wir” im Hinblick auf die Zukunft Amazoniens und seiner Menschen ist.

 

 

Gemeinsam aktiv werden:

  • Chiara Martinelli (Belgien)
    ist Senior Advisor des globalen Dachverbands CIDSE, der mit seinen katholischen Mitgliedsorganisationen für globale Gerechtigkeit eintritt. Sie wird über die Laudato Si‘ Aktionsplattform, eine Initiative, gestartet vom Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen des Vatikans, erzählen und so Möglichkeiten des perönlichen Engagements eröffnen.

 

Workshops:

  • Monicah Wanjiru (Kenia)
    wird über ein Mentoringprogramm für Gründung und Weiterentwicklung von kleinen Landwirtschaften erzählen und warum dies vor allem in der COVID-19 Pandemie besonders wichtig ist. (Englisch)

  • Sarah Habersack (Brasilien)
    ädt in ihrem Workshop die Teilnehmer/innen dazu ein, gemeinsam darüber nachzudenken und zu diskutieren, wie die Arbeit in Netzwerken gesellschaftliche und politische Alternativen entstehen lassen. Anhand des konkreten Beispiels des brasilianischen Frauennetzwerks Entre Nós bietet der Workshop sowohl praktische Orientierungen als auch Reflexion zu der Bedeutung von horizontaler Zusammenarbeit und von feministischen Ansätzen, um Alternativen zu schaffen. (Deutsch)

  • Sr. Bina Stanisr (Indien)
    teilt ihre Erfahungen als Projektleiterin von CASS (Solidargemeinschaft der Adivasi von Chotanagpur), einer Initiative zur Förderung der ländlichen indigenen Bevölkerung, inmitten derer sie lebt. (Englisch mit Dolmetsch)

  • Prof. Dr. Stefan Silber (Deutschland)
    geht im Workshop der Frage „Wer ist wir?“ nach und wie (und ob) innerhalb von globalen Strukturen der Ungerechtigkeit und der Privilegien ein einigermaßen auf Augenhöhe gelebtes „wir“ möglich ist. (Deutsch)

  • Fr. Samuel H. Canilang (Philippinen)
    teilt seine Erfahrungen zu Interkulturalität, die er am Institut für geweihtes Leben in Asien gemacht hat und seine Erkenntnisse aus der Arbeit mit indigenen Bäuerinnen und Bauern an einem neuen HOGAR- Zentrum für Ökospiritualität und biologische Landwirtschaft, als konkreten Weg der Sorge für die Erde. (Englisch)

Sprachen:

Deutsch, Englisch und Französisch mit Dolmetsch auf Deutsch.

 

Teilnahmebetrag:

5 bis 20 Euro nach Selbsteinschätzung.

Bankverbindung:
Konto: Österreichische Ordenskonferenz
Bankhaus Schelhammer & Schattera
IBAN: AT24 1919 0000 0014 2950
BIC: BSSWATWW

 

 

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