Sr. Maria-Andreas Weißbacher erhält Ute-Bock-Preis

Für besondere Zivilcourage zeichnet "SOS Mitmensch" mit ihrem diesjährigen Ute-Bock-Preis die Ordensfrau Sr. Maria-Andreas Weißbacher aus. Die Missionschwester vom Kosterbaren Blut im Kloster Wernberg gilt als "mutige Vorkämpferin für den Schutz von Geflüchteten"

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Die Ordensfrau und pensionierte Lehrerin Sr. Maria-Andreas Weißbacher kämpft seit vielen Jahren für den Schutz von Geflüchteten. (c) Diözesan Pressestelle Gurk

"Anstatt Menschen nach Herkunft oder Religion zu spalten und auseinanderzudividieren, wie es Teile der Politik tun, hat sie Brücken gebaut und sich intensiv für interreligiösen Dialog eingesetzt", begründete Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, die Auszeichnung für Weißbacher. Die pensionierte Lehrerin setzt sich in Kärnten seit vielen Jahren für den Schutz von Geflüchteten ein und half u. a. mit, den Skandal rund um die Saualm-Unterbringung von Asylsuchenden aufzudecken, weiters protestierte sie gegen die von Jörg Haider initiierte rassistische "Kärnten wird tschetschenenfrei"-Kampagne.

"Sie hat überall dort hingeschaut und geholfen, wo andere weggeschaut haben. Dabei hat sie einer populistischen und teilweise auch offen rassistischen Politik immer wieder mutig und unerschrocken die Stirn geboten", so Polak. Und weiter: "Es braucht mehr Menschen wie sie im Land."

Auch Schüler*innen ausgezeichnet

Ausgezeichnet mit dem nach dem 2018 verstorbenen Wiener Erzieherin und Flüchtlingshelferin Ute Bock benannten Preis werden auch die Schülerin Tierra Rigby (HLW10) und der Schüler Theo Haas (GRG Stubenbastei). Sie hatten sich im Jänner gegen die bevorstehende Abschiebung ihrer Mitschülerinnen Sona und Tina nach Armenien gewehrt und damit eine "große Öffentlichkeit wachgerüttelt".

Die Menschenrechtsorganisation wolle mit der Vergabe des Ute-Bock-Preises für Zivilcourage "auf die große Bedeutung der Unterstützung von Menschen in Not und der Wahrung des Kindeswohls" hinweisen, heißt es in der Aussendung. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u.a. Vinzipfarrer Wolfgang Pucher sowie Initiativen wie Ehe ohne Grenzen. 

Quelle: Kathpress

[elisabeth mayr]