"Es tut gut, für Menschen da zu sein"

Amata Rindler bringt sich ehrenamtlich für andere Menschen ein und kann das nur jeden empfehlen. Sie arbeitet im Projekt "Ora et colabora" für die Ordensgemeinschaften Österreich im Quo vadis? mit. Leiterin Lisa Huber hat mit ihr gesprochen.

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Amata Rindler ist Salvatorianerin und engagiert sich für die Ordensgemeinschaften. Wenn auch Sie sich helfen wollen, in Gesprächen, bei Besuchen, bei der Gartenarbeit und vielen anderen, dann gibt es dafür die Freiwilligenbörse der Ordensgemeinschaften. (c) Quo vadis?

Wer sich freiwillig engagiert, lebt gesünder. Das ist eines der Ergebnisse des letzten Freiwilligenberichts vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Neben mehr Gesundheit sind auch die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit, die Selbstwirksamkeit und der Ausgleich zum Beruf wichtige Anreize für freiwilliges Engagement. Auch Amata Rindler, Freiwillige im Quo vadis?, spürt, dass es "gut tut, für Menschen da zu sein".

Lisa Huber: Warum engagierst du dich für die Orden? Du könntest doch einfach auch zuhause sitzen und stricken.

Amata Rindler: Ausgerechnet Stricken! Ich bin nämlich eine „Werklerin“. Aber ich hab‘ mein ganzes Leben lang mit Menschen gearbeitet. Ich hab‘ entdeckt, es ist ganz wichtig, einer Arbeit nachzugehen bei der man Freude hat. Und hier im Quo vadis? hab‘ ich Freude daran, mit Menschen in Begegnung zu sein und Menschen spüren zu lassen: Es lohnt sich zu leben.

Huber: Das freiwillige Engagement gibt dir also was?

Rindler: Ja, es ist ein Stück Glück in mir. Ich spüre, es tut gut für die Menschen da zu sein.

Huber: Du empfiehlst also freiwilliges Engagement?

Rindler: Ja, man muss gerne mit anderen Menschen zusammen sein wollen, man muss sich gerne einsetzen wollen und man muss das Ziel vor Augen haben.


„Ora et colabora – die Freiwilligenbörse der Ordensgemeinschaften in Wien und Niederösterreich"

In den Ordensgemeinschaften in der Erzdiözese Wien werden täglich Hunderte von Arbeiten getan; manche von den Ordensleuten selbst, manche von beruflichen Mitarbeitenden, manche von freiwilligen Helfer/innen. Im Zentrum für Begegnung der Ordensgemeinschaften „Quo vadis?“ trifft das Team auf Besucher/innen, die sich für die Spiritualität der Ordenschrist/innen interessieren und sich sinnvoll engagieren wollen. Die Freiwilligenbörse gibt es für die Ordensgemeinschaften, die an Unterstützung durch Freiwillige interessiert sind und für Menschen, die sich im Bereich der Orden einbringen wollen. Der Ort der Freiwilligenbörse ist das Quo vadis? am Stephansplatz 6, 1010 Wien.

"Ora et labora" ist eine Art Zusammenfassung der Ordensregel des Heiligen Benedikts von Nursia, welche er um 500 nach Christus geschrieben hat. Wir ergänzen ein "CO", sodass unsere Freiwilligenbörse den Titel "ora et colabora" trägt; das bedeutet: Bete und arbeite mit! Wer sich in einer Ordensgemeinschaft engagiert, kann auch Einblick in das gemeinschaftliche und spirituelle Leben gewinnen. Das gemeinsame Arbeiten schafft Freude und Verbindung!  

⇒ Am Montag, 28.September 2020, findet um 18.00 Uhr ein Infoabend zur Freiwilligenbörse statt.

Melden Sie sich dafür bitte telefonisch an unter 01 5120385

Quelle: Quo vadis?

 [elisabeth mayr]