Ungewöhnliche Allianzen für das Klima

Am Donnerstag eröffnete Heinrich Ledebur im Begegnungszentrum Quo vadis? in Wien die Ausstellung „Laudato si‘ – über die Sorge um unser gemeinsames Haus“. Die Ausstellung ist ein Zusammenspiel von der Künstlerin Verena Weninger, der Bewegung Fridays for Future und Zitaten von Papst Franziskus.

 

Ausstellung Quo Vadis Umweltschutz und Klima

"Klimaschutz braucht uns alle!" Mit großem Besucherinteresse startete gestern die Ausstellung "Laudato sì" im Quo vadis? (c) Quo vadis?

„Klimaschutz ist nicht nur das Thema von uns Jugendlichen“, sagt die 15jährige Clara, „Klimaschutz braucht uns alle. Dafür braucht es ungewöhnliche Allianzen, so wie diese hier.“ Die junge Frau engagiert sich für den Klimaschutz bei Fridays for Future. Der Initiative der Jugendlichen ist es zu verdanken, dass diese Ausstellung zustande gekommen ist. Die Allianz mit der Künstlerin Verena Weninger konnte rasch gebaut werden: „Ausgangspunkt meiner Arbeit sind Fundstücke aus Stadt, Land, Wald und Flur. Mich interessiert daran ihr kultureller, historischer und anthropologischer Inhalt. Beim Zerlegen, Nähen und Collagieren entstehen allegorische Skulpturen sowie die Annäherung an den Begriff Wildnis.“, so die Künstlerin. Verena Weninger (*1986) ist in Aigen im Waldviertel aufgewachsen. Nach der Lehre zur Floristin, zur Gärtnerin und zum Nationalparkranger im Nationalpark Thayatal und Donauauen, begann sie das Studium der ortsbezogenen Kunst (vormals Landschaftskunst). Sie lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.

„Die Ökosysteme unserer Welt sind wertvolle Kunstwerke, die es zu schützen gilt.“, legt die 14jährige Antonia dazu. Diese Themen greift auch Papst Franziskus auf. 2015 hat er ein Lehrschreiben veröffentlicht, seine zweite Enzyklika; sie trägt den Titel: Laudato si‘. Das bedeutet: Gelobt seist du. Es sind die ersten Zeilen eines Schöpfungsgedichtes vom Heiligen Franz. Dieser Titel wurde auch für die Ausstellung gewählt.

„Hier stimmt einfach alles!“, ruft Heinrich Ledebur begeistert aus. Der Landwirt aus Leidenschaft beschäftigt sich täglich mit der Erde. Er unterstreicht die Komplexität der Natur. „Das ist doch ein Wunder! Die hohe Komplexität der Natur lässt mich staunen.“, so der Eröffnungsredner.

Die Ausstellung ist noch bis 31. Jänner montags bis freitags von 10-18 Uhr im Begegnungszentrum Quo vadis? in der Wiener Innenstadt zu sehen.

[emayr]