Alles andere als verstaubte Literatur: Broschüre "Nimm und Lies"

Seit mehr als 10 Jahren gibt es im Stift Kremsmünster den Treffpunkt Benedikt. Dieser hat sich zu einem inspirierenden Ort entwickelt, wo der Glaube junger Menschen im Mittelpunkt steht. Ein ansehnlicher gedruckter Output war Oremus, das benediktinische Jugendbrevier. Nun legen die Macher nach und präsentieren mit der neuen Lektürezusammenstellung "Nimm und lies" viele interessante literarische Schätze aus der großen spirituellen Tradition der letzten 2000 Jahre: bedeutende Frauen und Männer, die über ihre Gotteserfahrungen schreiben.

nimm u lies

Neue Publikation im Stift Kremsmünster fasst Leseempfehlungen aus 2000 Jahren zusammen. Bischof Scheuer und Jugendbischof Turnovszky würdigen dieses Projekt der Berufungspastoral.

Nachfolger des Jugendbreviers Oremus

Das benediktinische Jugendbrevier „Oremus“ (2017, 2. Auflage 2018) enthält ein Kapitel, in dem Bücher über das Gebet vorgestellt werden. Nun wurde im Rahmen der Glaubensreihe Treffpunkt Benedikt, am 5. Oktober, vor 100 jungen Menschen die Broschüre „Nimm und lies“ präsentiert. Josef Weismayer, langjähriger Ordinarius für Spirituelle Theologie an der Universität Wien, wählte zentrale Werke der christlichen Literatur aus und stellt auf 53 Seiten verschiedene Autoren und ihre Schriften vor.

Das Layout stammt vom Kremsmünsterer Benediktinermönch Claudio Lavallén, der bereits das Jugendbrevier Oremus graphisch gestaltet hatte. Das Stift Kremsmünster finanzierte die Herstellung aus Spenden und verbreitet die Broschüre kostenlos.

Link zur Broschüre und Treffpunkt Benedikt

Abt Ambros Ebhardt sprach bei der Vorstellung von einem „kleinen Geschwisterchen unseres Jugendbreviers, durch das wir unserem benediktinischen Schwerpunkt von Lectio und Studium nachgehen.“ Der Initiator des Projekts, P. Bernhard Eckerstorfer, betonte die Bedeutung der geistlichen Bildung gläubiger Menschen: „Wir sehen in dieser Veröffentlichung ein weiteres missionarisches Projekt. Wer diese Broschüre zur Hand nimmt, kann schon aus den Ausführungen von Prof. Weismayer wertvolle Einsichten in die Spiritualitätsgeschichte gewinnen. Es lohnt sich zu schmökern und zu sehen, welche Lesetipps gegeben werden und welchen geistlichen Gehalt die Schriften verschiedener Jahrhunderte haben.“ Damit die Werke leicht zu finden sind, werden neben den Textausgaben auch Online-Quellen angegeben.

Jugendbischof Turnovszky: „Ein must have für junge Katholiken“ 

Bei der Präsentation sagte Weihbischof Stephan Turnovsky aus Wien: „Ich freue mich über diese Zusammenstellung christlicher Klassiker und möchte sie jungen Menschen und ihren Eltern empfehlen! Josef Weismayer als ausgewiesener Kenner spiritueller Literatur ist als Autor selbst die beste Empfehlung für dieses neue Werk aus dem Stift Kremsmünster.“ Der österreichische Jugendbischof jungen Erwachsenen nachdrücklich diese Lektüre ans Herz: „Die neue Publikation bietet eine geniale Übersicht über christliche Bestseller, ein must have.“

Eine Frucht dieser Begegnungen ist das benediktinische Jugendbrevier. Die Tradition des Jahrhunderte alten klösterlichen Gebets kommt in eine spannende und bereichernde Resonanz mit jungen Zugängen zum Glauben. Diesem Austausch möchte die vorliegende Lektürezusammenstellung noch eine zusätzliche Facette geben.“

Bischof Scheuer: „Christliche Spiritualität neu entdecken“

In seinem Vorwort schrieb der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer: „Wer am Jugendbrevier Oremus Gefallen gefunden hat, wird auch die Schätze aus der großen spirituellen Tradition der Kirche interessant finden. Gedankengänge von bedeutenden Männern und Frauen der Kirche, die darüber berichten, wie sie Gott erfahren. Das ist alles andere als verstaubte Literatur. Da werden wertvolle Impulse zum Weiterdenken vermittelt.“ Bischof Scheuer: „Seit mehr als 10 Jahren gibt es im Stift Kremsmünster den Treffpunkt Benedikt. Dieser hat sich zu einem inspirierenden Ort entwickelt, wo der Glaube junger Menschen im Mittelpunkt steht. Eine Frucht dieser Begegnungen ist das benediktinische Jugendbrevier. Die Tradition des Jahrhunderte alten klösterlichen Gebets kommt in eine spannende und bereichernde Resonanz mit jungen Zugängen zum Glauben. Diesem Austausch möchte die vorliegende Lektürezusammenstellung noch eine zusätzliche Facette geben.“

Der Linzer Bischof dankte „Prälat Josef Weismayer für seine kenntnisreiche Auswahl und dem Stift Kremsmünster, das diese Broschüre gratis zur Verfügung stellt“ und fügte hinzu: „Ich wünsche allen, die diese Broschüre lesen, dass sie auf den Geschmack kommen, den einen oder anderen Text aus der christlichen Spiritualitätsgeschichte neu oder wieder zu entdecken. Sie werden wertvolle Impulse für ein zeitgenössisches Leben aus dem Glauben erhalten – davon bin ich überzeugt.“

Quelle: Stift Kremsmünster

[mschauer]