Pater Rinderer ist neuer Direktor des Schülerheim Don Bosco Fulpmes

Mit 190 betreuten Jugendlichen – 162 als Interne und zusätzlich 28 Schüler bei den Lernzeiten – beginnt das neue Schuljahr 2019/20 im Schülerheim Don Bosco. Neu im Haus ist auch Salesianerpater Peter Rinderer SDB, der als Direktor das Schülerheim leitet. Für den gebürtigen Vorarlberger ist das Schülerheim ein Lebens- und Lernort. Er konnte das Haus schon während seiner Ausbildung kennenlernen.

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Als Direktor zurückgekehrt: Pater Peter Rinderer SDB. Foto: Don Bosco/Viktoria Hofmarcher

Als Absolvent einer HTL weiß Pater Rinderer über die Herausforderungen im oftmals anstrengenden Schulalltag bestens Bescheid. Was ist ihm im Schülerheim Don Bosco wichtig? „Gemeinsam mit der HTL Fulpmes entwickeln wir den Standort zum Technikcampus Stubai weiter. Wie Don Bosco bieten wir Jugendlichen ein zweites Zuhause und fachliche Lernbegleitung und sind Ansprechpartner in allen Lebenslagen.“

Das Schülerheim Don Bosco wird von der katholischen Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos geleitet. Im Team mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleiten sie die Jugendlichen nach den pädagogischen Grundsätzen des heiligen Johannes Bosco (1815-1888) mit Vernunft, Liebenswürdigkeit und Religion. Fast alle im pädagogischen Team sind HTL-Absolventen. Sie stehen für menschliche und fachliche Unterstützung. Das in der Küche frisch zubereitete Essen wird von den Jugendlichen sehr gelobt. Zusätzlich stehen viele Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung, wie Fußballplatz, Sporthalle, Kraftraum, Musikproberaum oder Billardtische.

Salesianer in Fulpmes

Die Niederlassung Fulpmes wurde 1921 gegründet. Die Salesianer erstanden günstig das „Hotel Stubai“ und eröffneten ein Heim für Schüler der „Fachschule für Eisen- und Stahlarbeiter“. Bis heute haben mehr als 8.500 Jugendliche hier gute Rahmenbedingungen für ihre Schulzeit gefunden. 2010 wurde das generalsanierte Hauptgebäude mit modernen Einzel- und Doppelzimmern eröffnet. Seither ist das Schülerheim auch offen für Mädchen, die die HTL Fulpmes besuchen. Verbunden sind dem Schülerheim sind viele ehemalige Schüler. Eine engagierte Gruppe gründete den „Verein der Ehemaligen Don Boscos Tirol“. Ziel der Vereinigung ist es, miteinander in Kontakt zu bleiben und die Idee Don Boscos in vielfältiger Weise zu unterstützen.

Vom Volontär in Mexico zum Direktor in Fulpmes

Peter Rinderer SDB, geboren 1986, ist in Thüringerberg/Vorarlberg aufgewachsen. Nach der HTL-Matura wurde er Freiwilligenhelfer in einem Straßenkinderprojekt der Salesianer in Tijuana/Mexiko. Nach der Vorbereitungszeit im Noviziat legte er 2009 seine Erste Profess als Salesianer ab. Er studierte Philosophie und Soziale Arbeit in Benediktbeuern/Bayern und war im Don Bosco Flüchtlingswerk und im Schülerheim in Fulpmes pädagogisch tätig. In Wien qualifizierte er sich neben dem Theologiestudium in den Bereichen Sozialmanagement und Medienarbeit weiter. Nach seiner Priesterweihe übernahm Pater Rinderer die Aufgabe der Jugendpastoral im Wiener Salesianum. Weiters war er für das Volontariat im In- und Ausland zuständig und arbeitet im Fachbereich Jugendsozialarbeit der Salesianer in Österreich mit. In Fulpmes wird Pater Rinderer jetzt neben seiner Arbeit als Direktor im Schülerheim auch Religion unterrichten. Außerdem wird der sportliche Salesianer mit Jugendgruppen auf den Schipisten und im Sommer bei Bergwanderungen anzutreffen sein.

Die katholische Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos wirkt seit den 1920er Jahren in Tirol. Sie sind zusätzlich zum Schülerheim in Fulpmes in der Seelsorge im Stubaital engagiert und haben bis 1983 ein Schüler- und Lehrlingsheim in Landeck geleitet. Die Don Bosco Schwestern haben mit den Einrichtungen in Stams und Baumkirchen zwei Standorte in Tirol.

[mgsellmann]