Klinikum Wels-Grieskirchen für Turnusärzte-Ausbildung fünffach ausgezeichnet

Auch 2018 haben Oberösterreichs Turnusärzte wieder im Rahmen der Evaluierung des Ärztlichen Qualitätszentrums ihre Ausbildner bewertet. Insgesamt acht Abteilungen wurden als beste Ausbildner der Ärztekammer für OÖ ausgezeichnet. Fünf der Zertifikate gingen an das Klinikum Wels-Grieskirchen – an die Abteilungen für Kinder- und Jugendheilkunde, Innere Medizin I, Neurologie, Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie Lungenheilkunde.

20190703 Auszeichnung KWG Innere I Hofer 700

Prim. Univ.-Prof. Dr. Harald Hofer, Innere Medizin I, und zwei seiner Oberärzte – Dr. Patrick Dinkhauser und Dr. Roland Nömeyer – bei der Zertifikatsübergabe. Foto: Klinikum Wels-Grieskirchen

Das Klinikum Wels-Grieskirchen hat in der Turnusärzte-Bewertung 2018 der Ärztekammer für Oberösterreich exzellent abgeschnitten: Fünf von acht Zertifikaten gingen an Abteilungen des Hauses. Engagierte Ausbildner sind entscheidend für die medizinische Qualität, denn hinter gut ausgebildeten Ärzten stehen Teams, die Wissen und Erfahrung nicht nur weitergeben, sondern auch spür- und erlebbar machen. Die Zertifikate für die besten Ausbildner werden deshalb an die Teams der Abteilungen und nicht an Einzelpersonen verliehen. „Wir legen Wert auf eine enge Einbindung in die jeweiligen Abteilungen. Die Jungmediziner lernen von Beginn an direkt am Ort des Geschehens“, sagt Thomas Muhr, Ärztlicher Direktor am Klinikum Wels-Grieskirchen. „Mit 150 Ausbildungsstellen setzen wir Schwerpunkte für die qualifizierte, praxisnahe Grundausbildung der Ärzte von morgen. Dabei steht eigenverantwortliches Arbeiten in kollegialer Atmosphäre im Mittelpunkt.“

1.000 neue Erfahrungen

Für den Ärztenachwuchs bietet das Klinikum Wels-Grieskirchen ideale Voraussetzungen, um Basiswissen zu vertiefen und praktische Erfahrungen zu sammeln. „Kollegen aller Abteilungen nehmen sich Zeit und vermitteln Wissen und Fertigkeiten in wertschätzender Art und Weise“, so Turnusarzt Werner Mai. „Wer sich einbringt und bereit ist, etwas zu leisten, der wird schnell ins Team integriert und erhält rasch die Gelegenheit, sich zu beweisen.“ Am Klinikum ist jede Fachrichtung vertreten, so können möglichst viele Erfahrungen in vielen verschiedenen Fächern gesammelt werden. Die 25-jährige Marchtrenkerin Julia Scheuchenegger hat in Graz Medizin studiert und wird nun in Wels ausgebildet. Sie hat sich für die Ausbildung zur Fachärztin in der Unfallchirurgie bzw. in der Orthopädie entschieden. „Geplant war das ursprünglich nicht, aber in meiner Zeit auf der Unfallchirurgie während der Basisausbildung hat mich die Begeisterung dafür gepackt und nicht mehr losgelassen.“

20190703 KWG Turnusärztin Scheuchenegger 700

Dr. Julia Scheuchenegger, Turnusärztin am Klinikum Wels-Grieskirchen, hat sich für die Ausbildung zur Fachärztin in der Unfallchirurgie bzw. in der Orthopädie entschieden. Foto: Klinikum Wels-Grieskirchen

Vollgas, Teamgeist und Empathie im Ordensspital

Unter den Turnusärzten herrschen ein sehr freundschaftliches Klima und guter Zusammenhalt. Und das nicht nur während der Arbeitszeit, sondern auch bei vielen gemeinsamen Freizeitaktivitäten und Unternehmungen. Zum Beispiel bei der HYPOMed Gokart Challenge in Wels gab eine Gruppe von Nachwuchsmedizinern unter dem Motto ‚Bereifung Leben‘ Vollgas. „Teamgeist erleichtert das Zusammenarbeiten im Krankenhausalltag ungemein“, davon ist auch Scheuchenegger überzeugt. Auch der Stellenwert des Klinikums als Ordensspitals ist für die Jungmediziner spürbar. Trotz stressiger Akutsituationen und einer Vielzahl an Behandlungen im Schwerpunktkrankenhaus bleibt der Patient stets im Mittelpunkt. „Es wird auch immer versucht, den Menschen hinter der Erkrankung oder den Symptomen nicht zu vergessen und einen ganzheitlichen Therapieansatz zu finden“, so die angehende Unfallchirurgin. „Ich denke, auch das zeichnet einen guten Arzt aus und deckt sich gut mit dem Leitbild des Ordensspitals.“