Der wache Marathon-Bruder aus Linz

„Sport ist für mich Ausgleich und eine Medizin gegen Depression. Meine Seele ist frischer“, erklärt der sportliche Ordensbruder aus Linz. Fr. Johnson ist Barmherziger Bruder und Marathonläufer. Er führt ein waches Leben. Er ist ständig in Bewegung und bringt dadurch auch andere in Bewegung. Der Film "Der Marathonmönch aus Linz" portraitiert den Ordensmann. #wach #EinfachGemeinsamWach

Film: Der Marathon-Mönch aus Linz Frater Johnson. "Sport ist für mich Ausgleich und eine Medizin gegen Depression.
Meine Seele ist frischer“, erklärt der sportliche Ordensbruder aus Linz.
(c) magdalena schauer

 

"Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich für das Amt der Berufungspastoral in Linz ausgewählt wurde. Dieser Job gelingt nicht, wenn man auf der Stelle tritt, man muss hinausgehen, mit den Menschen sprechen und sie auch hören." Fr. Johnson nutzt dafür alle modernen Mittel und ist dabei sehr innovativ.

Berufung braucht Balance und Ausgleich

Wenn man Fr. Johnson fragt, wie er in seinem Leben als Ordensmann seine früheren Diensten im Krankenhaus und jetzt seit Neuestem die Berufungspastoral unter einen Hut bekommt, erfährt man, dass es gerade das Laufen ist, dass ihm Balance gibt: "Ich bin berufen, das heißt aber nicht, dass ich kein normaler Mensch bin und Ausgleich für diese Situation brauche. Diesen Ausgleich finde ich im Laufen und, wenn ich gut drauf bin, laufe ich drei mal pro Woche.“ Johnson hat schon einige Marathonläufe absolviert und damit gleichzeitig andere Mitbrüder inspiriert, es ihm gleich zu tun. Und wenn Johnson das Gefühl hat, dass sein Alltag ihn übermannt, lauft er einfach los. Bewegung ist für ihn ein Gebet mit dem ganzen Körper. 

Berufungspastoral 2.0

Alles, was er macht, macht er mit hundertprozentiger Hingabe. So nimmt er auch seine neueste Aufgabe, die Berufungspastoral sehr ernst. Er geht das ganze hoch professionell an. Wenn er seine Zielgruppe definiert, also die Leute, die er ansprechen möchte mit seiner PR für Berufung, schaut er nicht auf das Alter. Er weiß, ein neuer Mitbruder kann nicht ausgesucht und gekrönt werden, er muss seine Berufung selbst spüren und den Weg für sich wählen. Doch um Menschen zu inspirieren, kann man alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, weiß Johnson genau. Deshalb will er die Menschen dort abholen wo sie sich ständig befinden: Auf ihren Smartphones, im Internet und in Social Media Netzwerken. Er produziert inspirierende Videos und Interviews mit Mitbrüdern, die von ihrem Leben erzählen und davon, was sie eigentlich geschaffen haben. So will Johnson das Ordenscharisma der Barmherzigen Brüder spürbar und nachvollziehbar machen, direkt am Menschen und nicht „nur im darüber Reden“. Sein Ziel ist es, europaweit auf  seinen Spitalsorden die Barmherzigen Brüder aufmerksam zu machen.

#wach sein heißt nicht 24h wach sein

Egal, ob man Frater Johnson am Flur im Krankenhaus oder im Laufdress in der Natur begegnet, er gibt seinem Gegenüber immer das Gefühl, gesehen und vor allem gehört zu sein. „Ein waches Umgehen mit den Menschen meint für mich, dass ich mit dem Herzen spreche, dass ich die Kommunikation auf eine menschliche Ebene führe. Es ist schwer, immer wach zu sein und es bedeutet nicht, 24h am Tag wach zu sein, sondern das Leben wach zu halten.“ Fr. Johnson ist Marathonmönch, Barmherziger Bruder und Beauftragter für Berufungspastoral in Linz und wird noch so einiges umkrempeln in den nächsten Jahren.

 20181025 MarathonMönch Linz magdalenaschauer 700  Fr. Johnson beim Aufwärmen an der Donau in Linz (Foto: mschauer)

Foto in Druckqualität

Ein Kurzfilm der Ordensgemeinschaften Österreich portraitiert Fr. Johnson.

Website der Barmherzigen Brüder Linz

[mschauer]