Tag der Netzhaut: Brüder führend in Oberösterreich bei netzhautchirurgischen Eingriffen

Mit 400 netzhautchirurgischen Eingriffen im Jahr sind die Brüder führend in Oberösterreich. Netzhautablösung und spezifische Erkrankungen der Netzhautmitte (Makula) sind dabei die häufigsten Diagnosen, die meist älteren Menschen das Leben schwer machen. Anlässlich des Tags der Netzhaut am 29. September klärt OA Dr. Britta Lübke von den Barmherzigen Brüdern Linz über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten auf.

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OA Dr. Britta Lübke, Fachärztin für Augenheilkunde, Abteilung für Augenheilkunde. Fotorechte: Barmherzige Brüder Linz

Unsere Augen sind das Fenster zur Welt. Rund 80 Prozent aller Informationen unserer Umgebung nehmen wir durch sie wahr. Ein wahres Wunderwerk ist die Netzhaut, die im Alter jedoch anfällig für Erkrankungen wird. Hier werden vor allem Erkrankungen der Makula und die Ablösung der Netzhaut zum Problem. Auch Glaskörpertrübungen führen oft zu Irritationen. „Letztere hat aber beinahe jeder ab einem gewissen Alter. Solange die punktförmigen, fadenförmigen oder spinnwebartigen Trübungen im Blickfeld nicht plötzlich und gehäuft auftreten, muss man sich keine Sorgen machen. Erst wenn viele Trübungen plötzlich auftreten oder wenn Lichtblitze dazukommen, sollte man den Augenarzt aufsuchen, denn das kann auf eine Netzhautablösung hindeuten“, beruhigt OA Dr. Britta Lübke, Fachärztin für Augenheilkunde.

Eine Netzhautablösung wird vor allem als Schatten im Gesichtsfeld wahrgenommen. Ist der Punkt des schärfsten Sehens (Makula) mitbeteiligt, so ist das Sehen massiv eingeschränkt. Unbehandelt kann eine Netzhautablösung zur Erblindung führen, doch rechtzeitig erkannt, ist sie gut behandelbar. „Mittels bewährter Operationstechniken, welche hochmoderne Laserchirurgie beinhaltet, bringen wir die Netzhaut wieder zum Anliegen. Diese Eingriffe erfolgen in der Regel in Allgemeinnarkose“, erklärt Dr. Lübke.

Die Glaskörper- und Netzhautchirurgie stellt einen besonderen Schwerpunkt der Brüder dar. Erkrankungen wie die diabetische Netzhautveränderungen, Thrombosen, Makuladegenerationen und viele mehr können hier meist mit dem Laser, mit Spritzen oder chirurgisch behandelt werden.

Zu besonderen Vorsicht warnt Dr. Lübke aber Diabetiker: „Durch Diabetes kommt es zu einem Sauerstoffmangel im Auge. Die verminderte Durchblutung führt letzten Endes zu einer besonderen Form der Netzhautablösung. Die Veränderungen werden jedoch lange Zeit nicht bemerkt, daher sollten Diabetiker regelmäßig zur Augenkontrolle“.