Stift Zwettl Teil von Projekt zum Europ. Kulturerbe-Titel

Die Stadtgemeinde Zwettl kooperiert mit dem Stift Zwettl in einem grenzüberschreitenden Projekt und befindet sich dabei in illustrer Gesellschaft. Das Kloster Morimond in Frankreich, die„Urmutter“ von Stift Zwettl, nimmt ebenso Teil wie die Klöster Bamberg und Waldsassen in Deutschland, Plasy in Tschechien sowie Stift Rein und Stift Zwettl in Österreich.Ziel des Projektes ist, die historische Kulturlandschaft der Zisterzienser zu erfassen und heutige Generationen für den großen Wert dieses kulturellen Erbes zu sensibilisieren. Die Bewerbung zum Erwerb des Europäischen Kulturerbe-Siegels läuft. Traumziel in Folge wäre der Weltkulturerbe-Titel. Mit der Abtei Waldsassen verbindet die Ordensgemeinschaften Österreich eine enge Beziehung.

Seit Donnerstag Abend ist die Ausstellung "Vielfalt in der Einheit" in der Zwettler Sparkasse zu sehen. "Das Projekt ist Teil des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 und besteht aus einer Ausstellung die an allen sechs Standorten ident ist bis auf jene Beiträge des jeweils örtlichen Klosters", sagte Thomas Gunzelmann, Zuständiger für Denkmalpflege im Landkreis Bamberg. Die 21 Tafeln bieten zuerst allgemeine Informationen über den Orden und seine Bedeutung, immer in den drei Sprachen der beteiligten Staaten. Und sie präsentieren die Zisterzienser in ihren vielfältigen Tätigkeiten. Um die Zisterziensischen Klosterlandschaften in Mitteleuropa für alle Generationen erfahrbar zu machen, werden Wanderungen, Radtouren, Führungen und Vorträge angeboten. Die Ausstellung wird drei Wochen lang im Foyer der Sparkasse Zwettl präsentiert, anschließend im Kreuzgang des Stiftes, um dann eine Wanderung durch Schulen und öffentliche Gebäude anzutreten.

Dass die Eröffnung in Zwettl die fünfte von sechs ist, erläuterte Projektleiterin Birgit Kastner, „ohne die das Ganze nicht möglich gewesen wäre“, wie Kalb betonte. Kastner war auch zuverlässige Ansprechpartnerin für Stiftsarchivar Andreas Gamerith und Stadtarchivarin Elisabeth Moll, die unter ziemlichem Zeitdruck die Fakten für Stift Zwettl zusammentrugen. Als sichtbaren Dank dafür gab es eine schriftliche „Kulturlandschaftsinventarisation der Klosterlandschaft Stift Zwettl“, im Stiftsarchiv zu verwahren.

Abt Johannes Maria Szypulski bezeichnete den Kreuzgang des Stiftes als seine erste Liebe. „Stift Zwettl zählt zu den drittältesten Klöstern der Welt, das ohne Unterbrechung bis heute besteht. Es soll den Menschen als Heimat dienen“, sagte er und nahm die Eröffnung der Ausstellung vor.

 

[mschauer]