Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien: INTENSIV.medizin. INTENSIV.pflege. INTENSIV.betreut.

2016 12 22 kbb intensiv 120Ein Krankenhausaufenthalt ist für die Betroffenen und auch die Angehörigen immer eine schwierige und herausfordernde Zeit. Man erwartet entweder die Diagnose und verspürt dabei Hoffnung und Ängste oder man weiß bereits Bescheid und erwartet die nächsten Behandlungsschritte. Besonders bei Notfällen zeigt sich, dass viele Menschen damit überfordert sind und Angst bzw. ein Ohnmachtsgefühl das Denken beherrschen. Hier sind Mediziner und Pflegepersonen gleichermaßen gefragt.

INTENSIV.station.

Prim Univ Prof Dr Astrid Chiari 200Da die Tätigkeit auf einer Intensivstation sowohl für die Mediziner als auch das Pflegepersonal sehr fordernd ist, ist gegenseitige Rücksichtnahme - auch seitens der Angehörigen - sehr wichtig. Angehörige werden darum gebeten, nur zu vorher vereinbarten Zeiten anzurufen, um telefonische Auskunft zu erhalten. Denn nur so ist sichergestellt, dass die meiste Zeit für die Versorgung der PatientInnen genutzt werden kann. Auch empfiehlt sich ein Ansprechpartner pro Familie, denn so erhält immer eine Person alle Informationen gesammelt.

„Intensivstationen verursachen bei den meisten Menschen Angst. Unserer Erfahrung nach hilft vor allem eines dagegen: nämlich sich Zeit für Fragen der Angehörigen zu nehmen und mit Wissen gegen die Angst vorzugehen Wichtig ist beispielsweise zu erklären, dass auf Intensivstationen Schmerzmittel hoch dosiert verabreicht werden dürfen und diese Schmerzmittel die Atmung oder die Wachheit beeinflussen können und deshalb eine rund um die Uhr Überwachung notwendig ist. Wir sind gerne für alle Fragen der Angehörigen da, aber man muss immer beachten, dass unsere primäre Aufgabe die Versorgung der PatientInnen ist und diese Aufgabe steht bei uns im Vordergrund“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Astrid Chiari, Leiterin der Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien und ergänzt: „Das gleiche gilt auch für Patientinnen und Patienten. Denn bei schweren geplanten Operationen weiß man bereits im Vorfeld, ob die Patientin / der Patient nach der Operation einige Zeit auf der Intensivstation verbringen wird. Wenn man nun mit den Betroffenen im Vorfeld bespricht, warum das notwendig ist und was auf der Intensivstation alles passiert, nimmt man dem Aufenthalt auf der Intensivstation etwas von dem Schrecken und hilft damit den Betroffenen, sich auf diese Situation vorzubereiten.

INTENSIV.betreut.

STL DGKP Emil Lechthaler 200Auf Intensivstationen gibt es gegenüber normalen Bettenstationen große Unterschiede wie Diplomkrankenpfleger und Stationsleiter der Intensivstation, Emil Lechthaler, erklärt: „Es gibt beispielsweise auf Intensivstationen weitaus höhere Hygienestandards, unsere PatientInnen sind monitiert und wir überwachen damit die Vitalwerte wie Herz- und Atemfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffsättigung. Auf Intensivstationen gibt es auch Beatmungsmaschinen oder die Möglichkeit zur künstlichen Ernährung. Auch besteht die Möglichkeit einer Nierenersatztherapie („Blutwäsche“) vor Ort oder einer Kreislauftherapie. Um den PatientInnen die nötige Ruhe zu bieten, sind Besuchszeiten und auch Anzahl der BesucherInnen eingeschränkt. Um unsere PatientInnen bestens intensiv versorgen zu können, haben alle MitarbeiterInnen, d.h. sowohl Pflegepersonen als auch Mediziner, entsprechende Zusatzausbildungen absolviert.“

„Auf Intensivstationen sind Intensivmedizin, Intensivpflege und natürlich auch die entsprechende medizin-technische Ausstattung von größter Bedeutung. Bei all dem steht aber der Mensch immer an erster Stelle. Unsere PatientInnen bestätigen uns immer wieder, dass sie die aufmerksame Geste, die Berührung und das liebevolle Wort im Unterbewusstsein gemerkt haben und wir ihnen damit durch eine schwere Zeit geholfen haben. Menschen zu helfen, mit unserem Fachwissen, unserem Können und unserer menschlichen Zuwendung macht unseren Beruf besonders INTENSIV und wertvoll,“ so Prim. Univ.-Prof. Dr. Astrid Chiari und STL DGKP Emil Lechthaler abschließend.

[rs]