„Tag für mich“: Auszeit vom beruflichen Alltag

2016 10 12 zeit fuer mich 120Einmal im Jahr haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Josef-Krankenhauses die Gelegenheit, sich einen – bezahlten – Tag Auszeit von der Arbeit zu nehmen. Zusätzlich zu diesem „Tag für mich“ findet einmal in der Woche ein „Moment für Dich“ statt.

 

"Zur Ruhe kommen, durchatmen. Mit anderen ins Gespräch kommen. Zeit, um Kraft zu schöpfen“, lautet das Motto für den „Tag für mich“. Die Veranstaltung geht auf eine Initiative des Pastoralrates zurück und wird von den Mitarbeiterinnen der Seelsorge im St. Josef-Krankenhaus gestaltet. Den geeigneten Rahmen dafür bietet das idyllische, in einem großen Garten gelegene Genesungs-, Wohn- und Pflegeheim der Schwestern Salvatorianerinnen im niederösterreichischen Pitten. Der „Tag für mich“ kann von allen Berufsgruppen einmal im Jahr in Anspruch genommen werden und wird als Dienstzeit gewertet.

 

„Damit unsere Kolleginnen und Kollegen auch wirklich gut abschalten können, versuchen wir, den Ablauf möglichst locker zu gestalten“, beschreibt Mag. Kerstin Böhm. Sie leitet die Seelsorge im St. Josef-Krankenhaus und plant den „Tag für mich“ zusammen mit der Verantwortlichen für die Mitarbeiter-Seelsorge, Martina Stadlbauer. Nach einer gemeinsamen Anreise erwartet die Teilnehmer am Vormittag ein Rahmenprogramm zu einem bestimmten Thema; der Nachmittag hingegen kann individuell gestaltet werden. „Viele Kolleginnen und Kollegen nützen die freien Stunden für einen Spaziergang im malerischen Garten. Oder sie besuchen Sr. Heidrun Bauer SDS, eine der Schwestern Salvatorianerinnen in ihrem Künstleratelier“, so Kerstin Böhm. Der spirituelle Abschluss und die Heimreise erfolgen wieder gemeinsam.

 

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Im Zuge des Rahmenprogramms am Vormittag werden meist Themen behandelt, die im St. Josef-Krankenhaus gerade relevant sind und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. „Das können durchaus auch heikle und schwierige Themen sein“, berichtet Martina Stadlbauer. Beispiele dafür sind der Umgang mit Fehlern im (Arbeits-)Alltag oder „Baustellen“, sei es der reale Neubau am Krankenhausgelände oder „Baustellen“ im Leben der Mitarbeiter. Zur Aufarbeitung des jeweiligen Themas setzen die beiden Seelsorgerinnen verschiedene Methoden wie die Arbeit in Kleingruppen, Rollenspiele oder andere spielerische Elemente ein. „In der Regel nehmen um die zehn Personen an einem Termin teil, sodass man gut mit allen arbeiten kann“, erläutert die Verantwortliche für die Mitarbeiter-Seelsorge. Hin und wieder wird bei einem „Tag für mich“ auch ein aktuelles Problem in der Arbeit thematisiert – und meist gleich von allen eine Lösung dafür gesucht. „Es kann, muss aber nicht zwingend etwas Problematisches zur Sprache kommen. Oft nutzen die Teilnehmenden auch einfach die freie Zeit für sich selbst, oder genießen sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen. Das Feedback ist immer sehr gut“, freut sich Kerstin Böhm.

 

15 Minuten Auszeit vom beruflichen Alltag, gestaltet mit Musik und feinsinnigen Texten, bietet der wöchentliche „Moment für Dich“, der im St. Josef-Krankenhaus ebenfalls schon Tradition hat. Er findet im Meditationsraum des Spitals statt und kann prinzipiell von jedem Mitarbeiter spirituell gestaltet werden, auch von Angehörigen einer anderen Religion. Seit kurzem ist der „Moment für Dich“ zusätzlich für die Patientinnen und Patienten geöffnet.