200 Frauen auf den Spuren von Hildegard Burjan

200 kfb-Frauen aus allen Diözesen Österreichs und der geistliche Assistent der Katholischen Frauenbewegung (kfb) P. Franz Helm SVD waren von 23. bis 28. August 2019 mit fünf Bussen auf einer Frauenreise nach Dresden und Görlitz. Im 100 jährigen Bestandsjahr der Caritas Socialis und im Gedenkjahr „100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich“ ließen sich die Frauen von Hildegard Burjan inspirieren, die 1919 als eine der ersten acht Frauen ins österreichische Parlament eingezogen war und sich für die Rechte der Frauen und soziale Gesetzgebung eingesetzt hat.

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200 Frauen aus ganz Österreich ließen sich von Hildegard Burjan inspirieren. Foto: Caritas Socialis

Sr. Karin Weiler CS stellte in einem begeisternden Referat am Vorabend der Reise nach Görlitz, der Geburtsstadt von Hildegard Burjan, die Gründerin der Caritas Socialis, Sozialreformerin und Frauenpolitikerin der ersten Stunde vor. Die Caritas Socialis feiert in diesem Jahr ihr 100jähriges Bestehen.

Ein Rosenstrauch für Hildegard Burjan

Die kfb hinterließ in der Geburtsstadt Hildegard Burjans ein bleibendes, lebendiges Zeichen. Im Garten der Kathedrale St. Jakobus pflanzten die Vorsitzende der kfbö Veronika Pernsteiner im Beisein von Prälat Peter Canisius Birkner, Sr. Karin Weiler, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Görlitz Romy Wiesner, der Vorsitzenden des Diözesanverbands der kfd des Bistums Görlitz Verena Kabusch und einiger Frauen der kfb einen Rosenstrauch. Prälat Peter C. Birkner segnete den Rosenstrauch begleitet vom Klang der Hildegard Burjan Glocke, die im Turm der Kathedrale an die große Frau der Stadt Görlitz erinnert. Die Frauen feierten den Sonntagsgottesdienst in der Kirche Heilig Kreuz und ermutigten einander, sich wie Hildegard Burjan „in die Zeit zu stellen, bereit für ihre Fragen“, wie es im Hildegard Burjan Lied heißt. Hildegard Burjans Engagement inspiriert die kfb Frauen zum Schwerpunkt des kommenden kfb Arbeitsjahres „einmischen.mitmischen.aufmischen“.

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Foto: Caritas Socialis

30 Jahre Mauerfall

Einen weiteren Aspekt bildete das Gedenken an „30 Jahre“ Mauerfall“. Die Leitungsfrauen der kfd (Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands) des Bistums Dresden Meissen Maria Möbius und Claudia Heuser gaben berührende Einblicke in das Leben katholischer Frauen in der DDR und nach der Wende. Diese Begegnung über die Grenzen hinweg stärkt das Frauenengagement auf beiden Seiten.

Dresden – Görlitz – Bautzen – Meissen

Auch die Kultur, Geschichte und Kulinarik Sachsens kam auf der Reise nicht zu kurz. In kleinen von örtlichen Guides begleiteten Gruppen erkundeten die Frauen Dresden, Görlitz, Meissen und Bautzen. Eine spirituelle Wanderung führte in die beeindruckende Landschaft des Elbsandsteingebirges der sächsischen Schweiz.

[hwinkler]