P. Reinhold Dessl zum 74. Abt von Wilhering geweiht

AAbt Reinhold Desslm Sonntag, 23. Juni 2013 wurde der Jüngste der 27 Mitbrüder des Zisterzienserstiftes Wilhering P. Reinhold Dessl von Generalabt  Mauro-Giuseppe Lepori OCist zum 74. Abt geweiht. Über 60 MinitstrantInnen aus den Stiftspfarren, Diözesanbischof Ludwig Schwarz, Bischof em. Maximilian Aichern und zahlreiche Äbte und Äbtissinen feierten den feierlichen Benediktions-Gottesdienst. Die Kirche und der Kreuzgang war übervoll.

 "Der Abt soll den Glauben der Brüder wecken und festigen", betonte der Generalabt der Zisterzienser Lepori in seinen Worten unmittelbar vor der Abtbenediktion: "Das Amen fast unseren ganzen Glauben zusammen. Es ist das Ja zu Jesus Christus, das im Alltag gelebt werden soll." Lepori betonte mit Verweis auf die Regel des hl. Benedikt, dass es nicht nur auf das Tun oder Sagen ankommt, sondern "was und wie der Abt sein soll". Christus selber ist der Meister und die Mitte der Gemeinschaft. Zu diesem Dienst wird der Abt gesegnet. Es geht darum, "das Amt im Amen zu Christus auszuüben".

Dessl vorTor 450

Reformen, Einfachheit und Fokus auf das Wesentliche

Diözesanbischof Ludwig Schwarz betont in seiner Predigt den dreifachen Dienst des Abtes: "Es ist der Dienst am Mysterium, am Gottesdienst, dann an der Communio, an der Einheit und schließlich an der Missio, an der Sendung aus dem Geiste Jesu und dem Geiste des Gründers." Schwarz schilderte Gespräche, in denen der neue Abt immer als "freundlicher Priester" geschildert wurde. Er bestärkte Dessl, diese Freundlichkeit weiter zu leben, "weil Freundlichkeit eine menschliche Grundhaltung ist". Landeshauptmann Josef Pühringer bedankte sich im Namen aller für die vielen Dienste, "die in den 14 Stiftspfarren, im Stiftsgymnasium mit mehr als 500 SchülerInnen, im Bereich der Bildung und vieler anderer pastoraler Aufgabengebiete getan werden". Pühringer dankte in besonderer Weise auch Altabt Gottfried Hemmelmayr. Pühringer hielt am Ende des Gottesdienstes fest: "Das Land OÖ weiß um den Wert der Klöster und ist um gute Zusammenarbeit bemüht. Die Zisterzienser haben immer Reformen initiiert, lebten das Bekenntnis zur Einfachheit und hatten einen Fokus auf das Wesentliche. Das braucht nicht nur die Kirche, sondern noch viel mehr unsere heutige Gesellschaft."

Propst Maximilian Fürnsinn

Die Getauften werden mehr Verantwortung übernehmen

Der neue Abt bedankte sich bei allen für das Kommen, das Gebet und die Wünsche: "Dem Stift ist die Zusammenarbeit auf allen Ebenen wichtig." Den so zahlreich mitfeiernden Minis rief er zu, "dass sie der Kirche das Gesicht der Zukunft geben." Mit Blick auf die Pfarren, das Gymnasium und die Wirtschaftsbetriebe sagte der neue Abt: "Die Getauften werden in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen." Dessl ermutigte auch, "sich der menschlichen Begrenztheit nicht zu schämen, sondern sie in der Gemeinschaft wandeln zu lassen. Da ist auch der Abt nicht ausgenommen." Abt Dessl ist die Jugend, die Pfarrseelsorge, die Berufungspastoral und der unmittelbare Kontakt zu den Menschen sehr wichtig. Er bleibt deshalb Pfarrer in Gramastetten. Altabt Hemmelmayr betreut die Stiftspfarre Wilhering. Für November hat Dessl angekündigt, alle Pfarren in das Stift einzuladen, um den Weg in die Zukunft zu skizzieren.Generalabt Leguori, Abt Dessl, Bischof Schwarz

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Über 60 Minis beim Einzug

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