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Jesuitenkolleg erwartet kirchliche Erneuerung durch Synodalen Prozess

Das Jesuitenkolleg Innsbruck erwartet sich durch den Synodalen Prozess der Katholischen Kirche konkrete kirchliche Erneuerungen. Bei der veröffentlichten Stellungnahme empfiehlt das Kolleg u. a. mehr Frauen in Leitungsfunktionen und eine Begrenzung der Amtszeit von Bischöfen.

 Die Jesuiten in Innsbruck haben sich in einer Stellungnahme zum Synodalen Prozess geäußert. Sie erwarten sich eine Erneuerung der Kirche. (c) SJ-Bild/Christian Ender

Die Jesuiten in Innsbruck haben sich in einer Stellungnahme zum Synodalen Prozess geäußert. Sie erwarten sich eine Erneuerung der Kirche. (c) SJ-Bild/Christian Ender

In der Stellungnahme, die von Rektor P. Christian Marte, von P. Bernhard Heindl (Rektor der Jesuitenkirche), P. Andreas Schermann (Collegium Canisianum) und vom Leiter der "Zukunftswerkstatt", P. Helmut Schumacher, unterzeichnet wurde, wird u. a. die Entwicklung neuer Ämter und Weiheformen, die Förderung von Frauen in höchsten Leitungsfunktionen sowie die Begrenzung der Amtszeit für Bischöfe gefordert.

Weitere Forderungen umfassen die Entwicklung von Qualitätsstandards in der Seelsorge, die etwa die eine Befristung von priesterlichen Vollmachten für Beichte, Predigt, geistliche Begleitung und Exerzitien-Begleitung vorsieht. Im Bereich der Ausbildung brauche es darüber hinaus gezielte Schulungen für Personen in Leitungspositionen u.a. mit einem Fokus auf der Mitarbeiter-Führung. Schließlich sollte auch die digitale Kommunikation ausgebaut und der Kirchenbeitrag "neu gedacht" und in Richtung "anderer Formen der Kirchenzugehörigkeit" weiterentwickelt werden.

Unterzeichneten die Stellungnahme: V.l.n.r: Oben: Helmut Schumacher SJ, Bernhard Heindl SJ. Unten: Andreas Schermann SJ, Christian Marte SJ (Rektor des Jesuitenkollegs). SJ-Bild/Christian Ender

Unterzeichneten die Stellungnahme: V.l.n.r: Oben: Helmut Schumacher SJ, Bernhard Heindl SJ. Unten: Andreas Schermann SJ, Christian Marte SJ (Rektor des Jesuitenkollegs). SJ-Bild/Christian Ender

Viele Dinge in deutschsprachigen Diözesen und Orden könnten die lokalen Kirchen selbst erneuern, in eigener Verantwortung und im Rahmen des Kirchenrechts, zeigte sich Marte überzeugt. "Da gehört vor allem die Frage der Qualität in der Seelsorge dazu." Im Synodalen Prozess gehe es um Kulturentwicklung. "Das ist mehr als nur Organisationsveränderung". Kulturentwicklung brauche Zeit, gutes Zuhören und Aufmerksamkeit für die Wirklichkeit. Wer nur den Status quo bewahren wolle, werde "unbeweglich". Für eine solche Kulturentwicklung empfehle die Stellungnahmen dem Synodalen Prozess vorrangig das geistliche Gespräch.

Der Vatikan hat zur Vorbereitung der für 2023 geplanten Bischofssynode zum Thema "Synodalität" einen weltweiten Synodalen Prozess gestartet: In mehreren Stufen, von den Diözesen über die Kontinente bis zur Bischofssynode selbst, sollen die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, was für die Kirche wichtig ist. Mit der Stellungnahme des Jesuitenkollegs Innsbruck wolle man einen Beitrag zu diesem Prozess leisten. 

Quelle: Kathress

[elisabeth mayr]

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