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Tag der Gesundheit und Pflege: Ordensspitäler unverzichtbarer Partner in der Coronabewältigung

Die Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der 23 gemeinnützigen Ordensspitäler Österreichs bildete den Abschluss der diesjährigen Herbsttagungen der Österreichischen Ordensgemeinschaften. In einem ersten Videostatement betonte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer die Bedeutung der guten Zusammenarbeit zwischen Ordenseinrichtungen und der Landesverwaltung.

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Direktor Adolf Inzinger ist seit 2019 Vorsitzender des Koordinationskomitees der ARGE der Ordensspitäler Österreichs. (c) Gsellmann

Erzabt Korbinian Birnbacher begrüßte in der Videokonferenz aus der Erzabtei St. Peter in Salzburg die rund 30 versammelten leitenden Ordensleute und Geschäftsführer der Ordensspitäler in Österreich. Er bedankte sich für den Einsatz, vor allem jener der zahlreichen MitarbeiterInnen, in der Bewältigung der Coronakrise und betonte, dass die Häuser der Orden für eine ganzheitliche Sicht des Menschseins und damit des „Heils“ stehen.

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer war erster Impulsgeber dieser Tagung. Für ihn sind die steirischen Ordenskrankenhäuser selbstverständlich Teil des Gesundheitssystems, die er persönlich auch über viele Beziehungen wertschätze. Darüber hinaus stehe er mit allen steirischen Ordensgemeinschaften in ständigem Kontakt und freue sich über die steigenden Zahlen von Ordensangehörigen in den steirischen Stiften. Zurückzuführen sei dies über eine wachsende Sinnorientierung der Menschen in einer Gesellschaft, in der sich viel Beliebigkeit eingeschlichen habe. Der Mensch in seiner Ganzheit sei im Blick der Ordensspitäler und diese sind für das Land Steiermark nicht wegzudenken. Orden und Politik können voneinander lernen, so Landeshauptmann Schützenhöfer, wie Grundsätze, etwa jene aus der katholischen Soziallehre, in die Gesellschaft von heute zu übersetzen. Denn nur wenn Politik, wie auch die Orden, ihre Anliegen gut in das heute übersetzen, habe auch letztlich die Gesellschaft eine gute Zukunft.

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Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer brachte den ersten Impuls am Tag der Gesundheit und Pflege ein. (c) medienbuero

Direktor Adolf Inzinger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreich berichtete von den Aktivitäten des neun-köpfigen Koordinierungskomitees im Jahr 2020. Es war eine wichtige Aufgabe bei der Coronabewältigung die Leistung der Ordensspitäler, besonders die der MitarbeiterInnen in den Medien darzustellen. Die Last wurde auf vielen Schultern verteilt und zahlreiche neue Innovationen in den einzelnen Häusern entwickelt. Als Gruppe versuche man auch in vielen Hintergrundgesprächen auf Landes- als auch Bundesebene mit politischen Verantwortlichen in Kontakt zu stehen. Die Zusammenarbeit in den jeweiligen Landeskrisenstäben laufe hervorragend. Für 2021 sind ein Folder zu den Leistungen der Ordensspitäler im Frühjahr und eine Zeitungsbeilage in den Kirchenzeitungen und in Bundesländerzeitungen geplant.

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Das Medienbuero der Ordensgemeinschaften begleitete Planung und Durchführung der Videokonferenz. (C) Gsellmann

Medien- und Strategieberater Jürgen Beilein eröffnete den Diskussionsteil der Tagung mit einer Analyse des Auftritts der Ordensspitäler in der Öffentlichkeit. PatientInnen seien dabei die ersten Botschafter, die vor allem die Werte, für die Ordensspitäler stehen, positiv wahrnehmen und nach außen transportieren. Er rät der Arbeitsgemeinschaft, die in je ihren Häusern hervorragende Öffentlichkeitsarbeit machen, vermehrt als Gesamtheit aufzutreten, die für rund 20% der österreichischen Gesundheitsversorgungsleistung stehen. Regina Steinbiller Leiterin der Wirtschaftstreuhandgesellschaft Unitas-Solidaris und Rechtsanwalt Christian Kuhn brachten weitere Ideen ein, „was wir gemeinsam tun können“. PatientInnen nehmen zuerst das Krankenhaus, in dem sie behandelt würden wahr, daher brauche es nicht unbedingt eine Dachmarke, aber eine weitere Zusammenarbeit, wie bei der Beschaffung, wäre sinnvoll. Auch die Vertretung als Gruppe gelte es auf Bundesebene stärker wahrzunehmen. Inwieweit weitere Vergesellschaftungen zwischen den Orden notwendig sein werden, werde die Zukunft weisen.

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An der Sitzung nahmen rund 30 Führungskräfte der Österreichischen Ordensspitäler teil. (c) Gsellmann

In der abschließenden Diskussion wurde mehrmals die Forderung unterstrichen, den beherzten Einsatz der MitarbeiterInnen in den Ordensspitälern – besonders während der Coronakrise – vor den medialen Vorhang zu holen.

Die 23 gemeinnützigen Ordensspitäler Österreich sorgen mit 24.000 Angestellten für eine Wertschöpfung von rund zwei Milliarden Euro. 

Videostatement Hermann Schützenhöfer am Tag der Gesundheit und Pflege

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[martin gsellmann]

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