Zum Weltfrauentag am 8. März: Hand in Hand gegen rechts

20180307 handinhand 120Unter dem Motto "Hand in Hand gegen rechts" haben Frauen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen am 7. März 2018 zu einer gemeinsamen Aktion für die unantastbare Würde aller Menschen aufgerufen. Federführend dabei ist auch Frauenorden-Präsidentin Sr. Beatrix Mayrhofer.

„Hand in Hand“ treten Frauen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen gegen die Verbreitung sowie Duldung rechtspopulistischen Denkens und Handelns in Politik und Gesellschaft auf: „Wir treten ein für die Wahrung der Würde aller Menschen“, so die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Veronika Pernsteiner, im Namen von Vertreterinnen aus dem Islam, dem Judentum, dem evangelischen wie katholischen Christentum sowie dem Buddhismus. Die Frauen setzen mit einer über facebook verbreiteten Fotoaktion, die sie Hand in Hand über den Wiener Heldenplatz gehend zeigt, ein Zeichen für die Stärke des Bündnisses von Frauen, über religiöse und kulturelle Unterschiede hinweg: „Der Internationale Frauentag ist uns Anlass zu demonstrieren, dass wir uns in unserer Vielfalt nicht auseinanderdividieren lassen und Hetze, Angstmache, Rassismus und Sozialabbau solidarisch entgegentreten“.

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Hand in Hand rufen Frauen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen zu einer gemeinsamen Aktion für die unantastbare Würde aller Menschen auf. V.l.: Sr. Beatrix Mayrhofer, Joan Salmang, Amani Abuzahra, Veronika Pernsteiner, Barbara Heyse-Schäfer, Dulika Edirisingha. (c) Paul Schreiber

Abbau des Sozialstaats trifft die Schwächsten der Gesellschaft

Die Schwächsten in der Gesellschaft  -  so etwa Arbeitslose, Flüchtlinge, Geringverdienende, Alleinerziehende, dabei insbesondere Frauen -  bekämen die Auswirkungen rechts orientierten Denkens und Handelns besonders zu spüren, etwa über Maßnahmen zum Abbau des Sozialstaats, die Einschränkung von Rechten und demokratischen Strukturen oder den politisch und medial vorangetriebenen abwertenden Diskurs über Gender und Geschlechtergerechtigkeit. Dazu dürfe nicht geschwiegen werden, das müsse beim Namen genannt und verantwortet werden. Notwendig sei eine nachhaltige Wende des öffentlichen Bewusstseins sowie weiter Bereiche der Politik hin zum Einsatz für die Wahrung menschlicher Würde und sozialer Gerechtigkeit.

Getragen wird die Aktion von den katholischen Christinnen Sr. Beatrix Mayrhofer und Veronika Pernsteiner, der Muslimin Amani Abuzahra, der Buddhistin Dulika Edirisingha, der evangelischen Christin Barbara Heyse-Schäfer sowie der Jüdin Joan Salmang. Die Aktion schließt an einen ersten Auftritt von Frauen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen an, die im Jänner 2015 „Hand in Hand gegen Angst und Gewalt“ über den Wiener Heldenplatz gingen. Anlass waren damals aufkommende rechte Hetze und eine Demonstration des Bündnisses „PEGIDA“ . Im seinerzeit zur Aktion veröffentlichten Text für „Vertrauen, Dialog und Gerechtigkeit“ heißt es: „Menschenverachtung, Hass und Terror dominieren die Nachrichten. Ein Klima der Angst, Abwehr und Aggression stellt jene Werte in Frage, für die demokratische Gesellschaften stehen. Menschen fehlt zunehmend das Vertrauen in Politik und Institutionen. Sie bezweifeln, dass ein Miteinander unterschiedlicher gesellschaftlicher Kräfte für ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit möglich ist. Sie schüren Hass und hetzen gegen andere wie etwa die Demonstrationen des Bündnisses „PEGIDA“ zeigen. Aber ein demokratisches Europa lebt von der Toleranz und dem Vertrauen in die politische Gestaltbarkeit von Gemeinschaft. Dafür gilt es, einander  zu respektieren, miteinander zu sprechen, voneinander zu wissen“. 

Trägerinnen der Aktion von 2015 waren die Muslimin Amani Abuzahra, die evangelische Christin Barbara Heyse-Schäfer, die katholische Christin Sr. Beatrix Mayrhofer, die Hindu Geetha Nayak, die Jüdin Susanne Scholl und die katholische Christin Melitta Toth.

[rsonnleitner]