VIDEO: Große Fastenaktion der Salvatorianer in Kooperation mit der Angewandten

Bildschirmfoto 2018 02 14 um 08.33.10Heute um 18:00 findet die Enthüllung der Verhüllung statt: In der MIchaelskirche im 1. Bezirk wird im Rahmen der Eucharistiefeier das Aschekreuz aufgelegt und das 5x11m große Fastentuch sowie 8 weitere Werke im Rahmen der Kooperation der Salvatorianer mit KünstlerInnen der Universität für angewandte Kunst zum Thema Menschenhandel präsentiert. Im VIDEO sehen Sie alle Beteiligten und worum es bei dem Projekt geht.

Dem Thema Menschenhandel widmen die Salvatorianer heuer ihre Fasten-Aktion. In Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst in Wien lud der Orden Kunstschaffende ein, sich kreativ mit dieser auch Österreich betreffenden Verletzung der Menschenrechte auseinanderzusetzen. Augenfälligste "Frucht" ist ein fünf mal elf Meter großes Fastentuch der jungen bulgarischen Künstlerin Zhanina Marinova, das am Aschermittwoch ab 18 Uhr in der Wiener Michaelerkirche zu sehen sein wird; die während der Fastenzeit zugängliche Ausstellung in der viel frequentierten Innenstadtkirche umfasst weitere acht Arbeiten namhafter Künstler. Auch ein Drama bietet der Orden zum Thema Menschenhandel: das Stück "Kalbfleisch" wird am 23. und 24. Februar im Wiener "Theater Brett" aufgeführt.

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Die Salvatorianer machen seit Jahren auf Verbrechen rund um Ausbeutung in der Öffentlichkeit aufmerksam, wies P. Erhard Rauch, Pfarrer von St. Michael und früherer Generalsekretär der Superiorenkonferenz der Männerorden, in einem Pressegespräch am Montag hin. Die Ordensgemeinschaft gründete die Initiative "Ware Mensch" und ist Mitgründerin der "Plattform gegen Ausbeutung und Menschenhandel", vertreten durch die Wiener Kriminologin und Menschenhandels-Expertin Katharina Beclin. Zhanina Marinova erläuterte vor den Pressevertretern ihr Fastentuch.

"Im Menschenhandel wird Gott selbst verkauft, geschunden und gedemütigt", betonte P. Rauch. Die Pfarrgemeinde St. Michael wolle dagegen ein Zeichen setzen und ihre "Touristenkirche" als Raum für Gedankenanstöße zur Verfügung stellen. Es gebe viele Formen von Entrechtung als "Wunden in der Gesellschaft", sie zeigten sich etwa in erniedrigender Kindererziehung oder als Ansinnen, den Willen von Menschen zu brechen - was laut Rauch noch vor wenigen Jahren im Zusammenhang mit der Priesterweihe seitens der Vatikans so formuliert wurde. Auch im Hinblick auf die untergeordnete Stellung der Frau gebe es für die Kirche durchaus Anlass für selbstkritische Reflexion. Dass das Leid der "anderen" nicht kalt lassen darf, habe Jesus allen Christen mit seinem Satz "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" eingeschärft.

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[mschauer]