Aktiv gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution in OÖ informiert regelmäßig

-Schlackl hpb IMG 1841Die Themen-Initiatorin in OÖ Sr. Maria Schlackl von den Salvatorianerinnen wird in Zukunft die Frauenorden und P. Hans Eidenberger von den Marianisten die Männerorden über Menschenhandel und Zwangsprostituion informieren. Ziel ist Prävention, Re-Integration, Bewusstsein schaffen und pastorale Begleitung.

 

"Ich glaube, es könnte eine große Wirkkraft von uns Ordensgemeinschaften ausgehen, wenn wir an einem gemeinsamen Mittwoch uns davon berühren lassen und uns damit beschäftigen", ist Sr. Maria Schlackl überzeugt. Sie hat den Mittwoch, 14. Oktober im Blick. Dem Hauptthema in diesem Jahr „Über-Macht und Würde“ wird dort nachgegangen. "Es geht darum, Menschenwürde im Zusammenhang mit Menschenhandel in die Mitte eines Bewusstseinsbildungsprozesses zu stellen. Ziel ist, spirituell und aktiv vernetzt wirksam werden. Es ist kurz vor dem EU-Tag gegen Menschenhandel am 18. Oktober, wo wir uns mit zentralen Fragen dieser Thematik auseinandersetzen werden."

Wahrnehmungs- und Reflexionsprozess

Schlackl will einen tiefen Reflexionsprozess unter Ordensleuten anstoßen, der ein verschwiegenes Thema in die Mitte der Aufmerksamkeit stellen soll. Die Fragestellungen werden sein: Inwieweit setzen wir uns, aufgrund unseres Charismas, aktiv und kontemplativ für Menschenwürde – von Frauen und Männern – ein? Wo begegnen wir in besonderer Weise dieser Herausforderung? Nehmen wir in unserem Umkreis entwürdigendes Verhalten anderen Personen gegenüber wahr und wie beziehen wir Stellung? Gibt es Bordelle, Laufhäuser, Nachtclub’s in unserem Umfeld? Inwiefern ist das Thema"? Eine breit aufgestellt Projektgruppe wird das Thema betreiben.

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Sr. Maria Schlackl mit "ihrem Herzensanliegen" beim Bundespräsidenten Heinz Fischer

Einladung zur breiten Beteiligung

Die Projektgruppe wendet sich an Entscheidungsträger und Bildungseinrichtungen wie das Schulamt der Diözese Linz, um für das Thema zu sensibilisieren. Sie schreiben dorthin: "Machtausübung über andere, sich entwertet und entwürdigt fühlen, fängt nicht erst beim Menschenhandel an. Es sind Erfahrungen, die auch Schülerinnen und Schüler, Jugendliche, Erwachsene machen. Selbst-bewusst und würdevoll im Leben zu stehen (stehen zu können) wirkt sich aus, stärkt das Rückgrat und die „Abwehrkräfte“ gegen „Ausbeutung“ jeglicher Art. Zudem fallen da die Themen: Mobbing, Erniedrigung, erniedrigt werden, Partnerschaft, Beziehungsfähigkeit, Liebe, Sexualität, Berührt werden, Sprache, Grenzen, Diskretion, Frausein/Mannsein, Kreativität, Konfliktfähigkeit, soziale Verantwortung, christliches Menschenbild, Ethik, Würde, Machtausübung, Wertschätzung, Spirit. Kraftquellen hinein. Sensibilisierung, Bewusstseinsbildung und Zeit in Prävention zu stecken ist sinnvoller, als dann, wenn’s schiefläuft, reparieren zu müssen. Kaputte Seelen lassen sich nicht so gut reparieren oder sie brauchen zumindest einen langen Heilungsprozess."

Salvatorianerinnen Linz und Marianisten am Greisinghof

[fk]