Institut der Orden

„Das Institut Österreichischer Orden ist ein Kooperationsmodell, das ein ordensübergreifendes Zusammenwirken zum Erhalt von Ordenswerten ermöglicht.“

Warum wurde das Institut gegründet?

Das Institut Österreichischer Orden ist eine kirchliche Rechtsperson und dient dem Zweck, Vermögenswerte Österreichischer Orden zu übernehmen und diese zu bewahren, damit sie auch weiterhin der Sendung der Orden langfristig dienen können. Es dient unter anderem zur Sicherung der Fortführung der bisher von den Männer- und Frauenorden geführten Apostolatswerke, dies insbesondere im Bereich des katholischen Bildungswesens und katholischer sozialer Einrichtungen.

Was ist das Institut?

Das Institut Österreichischer Orden ist eine selbstständige Stiftung gemäß Can. 115 § 3 CIC.
Die Religiosenkongregation hat die Statuten des Instituts Österreichischer Orden als kirchliche juristische Person genehmigt. Der Erzbischof von Wien hat eine entsprechende Anzeige an das Kultusamt vorgenommen, wodurch das Institut auch Rechtspersönlichkeit im staatlichen Bereich als Körperschaft öffentlichen Rechts genießt.
Das Institut Österreichischer Orden ist eine ordensübergreifende Initiative, um die durch die Arbeit von Ordensfrauen und Ordensmännern sowie durch verschiedene Stiftungen gewachsenen Vermögenswerte zu verwalten und weiterzuentwickeln und dadurch der Sendung der Orden zu dienen.
Gründer des Instituts sind die Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs und die Vereinigung der Frauenorden Österreichs.
Das Institut ist nicht auf Gewinn ausgerichtet, sondern verfolgt gemeinnützige Zwecke.

Was macht das Institut?

Statutarischer Zweck des Instituts ist die Übernahme von Vermögenswerten von österreichischen Orden zur Sicherung der Sendung der Orden und der Fortführung der bisher von den Männer- und Frauenorden geführten Apostolatswerke.
Zu diesem Zweck kann das Institut bewegliche und unbewegliche Vermögenswerte erwerben und verwalten. Damit ist die kirchliche Vermögensverwaltung von Liegenschaften genauso umfasst wie jene von Unternehmensanteilen und Kulturgütern oder rein finanziellen Mitteln. Die Übernahme von Liegenschaften kann sich auf Betriebsliegenschaften von Ordensschulen und sonstigen Ordensbetrieben beziehen, um Grundbesitz und Gebäudebestand als Betriebsgrundlage zu sichern. Die Übernahme von nicht gemeinnützigen Zwecken gewidmeten Liegenschaften soll eine ertragsoptimierte Nutzung ermöglichen, wobei die erzielten Erträge ausschließlich zur Finanzierung der Institutszwecke verwendet werden dürfen.

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Ein neues Zusammenwirken wird möglich. Das Institut gewährleistet, dass Ordensvermögen Ordensvermögen bleibt und das Apostolat der Orden fortgesetzt wird. Foto: Ferdinand Kaineder

Die Übernahme von Unternehmensanteilen durch das Institut kann Ordensleitungen entlasten, indem die Institutsgremien – unterstützt von einer auf diese Aufgaben ausgerichteten Organisation – die Eigentümerrechte und Eigentümerpflichten wahrnehmen. Die Aufgaben des Instituts im Rahmen der Vermögensverwaltung beziehen sich also nicht auf eine operative Geschäftsführung in Ordensbetrieben, sondern auf die Aufsicht und Kontrolle, auch zum Erhalt des Ordensauftrages in den Betrieben.
Bewahren und sichern von Kulturgut
Zu den mobilen Vermögenswerten, die in das Institut der Orden eingebracht werden können, gehören künstlerisch und (kultur)historisch bedeutsame Schriften, Objekte und Sammlungen. Das Institut der Orden gewährleistet die Bewahrung und Sicherung des Kulturerbes der Ordensgemeinschaften. Als anschauliches Zeugnis von Ordensleben und Ordensspiritualität dient Kulturgut der Identitätsstiftung und der Inspiration für die Zukunft in den Werken der Orden sowie der Verkündigung, Vermittlung und Weiterbildung.
Fachliche Beratung bietet das Referat für die Kulturgüter der Orden.

Was ist das Besondere am Institut?

Das Institut ist eine Einrichtung von Orden für Orden. Als eine nach dem kanonischen Recht errichtete Körperschaft des öffentlichen Rechts verwaltet sie Kirchenvermögen. Mit der Übergabe von Vermögenswerten durch Männer- und Frauenorden an das Institut bleibt Ordensvermögen auch Ordensvermögen.
Das Institut ist ein Kooperationsmodell der Ordensgemeinschaften, das ein ordensübergreifendes Zusammenwirken zum Erhalt von Ordenswerten ermöglicht. Ziel ist die nachhaltige Verwaltung von Liegenschaften, Unternehmensanteilen, Kulturgütern und sonstigen beweglichen Vermögen, um Werke der Ordensgemeinschaften zu unterstützen und Initiativen zu ermöglichen.

Wer ist das Institut?

Die Gründerversammlung besteht aus der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften und der Vereinigung der Frauenorden Österreichs. Die Gründerversammlung ist das oberste Organ des Instituts.
Die laufende Geschäftsführung des Instituts obliegt dem Vorstand. Dieser wird vom Kuratorium kontrolliert und beraten.

Die Mitglieder des Kuratoriums sind:

Abt Christian Haidinger (Vorsitzender)
Sr. Beatrix Mayrhofer (Stellvertreterin des Vorsitzenden)
P. Josef Denkmayr
Sr. Franziska Bruckner

Die Mitglieder des Vorstandes sind:

P. Franz Helm
Sr. Cordis Feuerstein
Sr. Maria Judith Tappeiner
Rudolf Luftensteiner.

Als Ansprechperson steht für das Institut Sr. Cordis Feuerstein zur Verfügung.

Das Institut ist im Büro der Ordensgemeinschaften Österreich angesiedelt.

Die Kontaktdaten sind:
Institut Österreichischer Orden
Sr. Cordis Feuerstein
Freyung 6/1/2/3
1010 Wien
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: +43 / 1 / 535 12 87
Fax: +43 / 1 / 535 31 71

Über das Institut der Orden gibt es auch einen Beitrag im ON.

[hw]